Tausende demonstrieren für Flüchtlingsaufnahme | Aktuell Europa | DW | 20.09.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Migration

Tausende demonstrieren für Flüchtlingsaufnahme

Zu der Kundgebung in Berlin hatten unter anderen Pro Asyl und die Seebrücke Berlin aufgerufen. Viele Bundesländer und Kommunen wollten Flüchtlinge aufnehmen. Das dürfe die Bundesregierung nicht blockieren, hieß es.

Deutschland | Demonstration für Evakuierung griechischer Lager in Berlin (Christian Mang/Reuters)

Angemeldet waren 3000 Teilnehmer, tatsächlich kamen rund 5000 Menschen zu der Kundgebung

Die Polizei sprach von einer Zahl im "mittleren vierstelligen Bereich", angemeldet waren 3000 Teilnehmer. Auf Plakaten waren Slogans wie "Wir haben Platz!" und "Seehofer, sei ein Christ" zu lesen. Ein kleines Mädchen hielt die Forderung "Lasst die Leute rein" in die Höhe.

Ausgerechnet am Weltkindertag

"Es ist beschämend, dass wir ausgerechnet heute am Weltkindertag zusehen müssen, wie tausende Kinder in Dreck und Elend ausharren", erklärte der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt. Er warf EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor, in ihrer Rolle als Hüterin der Europäischen Verträge zu versagen. "Griechenland begeht einen permanenten Rechtsbruch und missachtet elementare Rechte." Tausenden Schutzsuchenden werde eine menschenwürdige Aufnahme und der Zugang zum Recht auf Asyl behördlich verweigert.

Griechenland wird vorgeworfen, aus der Türkei kommende Boote mit Migranten aus griechischen Gewässern zurück in Richtung Türkei geschleppt zu haben. Zum Teil sollen dabei sogar die Motoren der Boote zerstört und die Migranten in Lebensgefahr gebracht worden sein.

An den Protesten beteiligen sich auch zahlreiche weitere Initiativen, darunter Fridays for Future und die evangelische Kirche. Die Kundgebung stand unter dem Motto: "Es reicht! Wir haben Platz!"

Video ansehen 05:09

Griechenland: Chaos nach Brand in Flüchtlingslager Moria (16.9.20)

haz/pg (afp, dpa, epd)

Die Redaktion empfiehlt