Tödlicher Busunfall in Kenia | Aktuell Afrika | DW | 10.10.2018
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Kenias gefährliche Straßen

Tödlicher Busunfall in Kenia

Die Insassen hatten kaum eine Chance, als der Bus am frühen Morgen einen Abhang hinunterstürzte. Das Dach des Fahrzeugs wurde komplett abgerissen. Jetzt dürfte in Kenia wieder über ein Nachtfahrverbot debattiert werden.

Mindestens 50 Menschen sind bei dem schweren Busunglück ums Leben gekommen, darunter sieben Kinder. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP werden noch 15 Überlebende in Krankenhäusern behandelt. Der Unfall ereignete sich vor dem Morgengrauen etwa 200 Kilometer nordwestlich der afrikanischen Hauptstadt Nairobi, von wo der Bus gestartet war.

Fataler Gerichtsentscheid?

Erst vor wenigen Monaten ist in Kenia ein Verbot von Nachtfahrten für Reisebusse aufgehoben worden. Es war nach einem Unfall mit fast 40 Toten Ende Dezember 2017 verhängt, letztlich aber von einem Gericht kassiert worden. Dennoch habe der Fahrer bei dem aktuellen Unfall keine Nachtfahrerlaubnis gehabt, so ein Polizist.

"Ich fordere die Polizei auf, der Wiederkehr des Wahnsinns auf unseren Straßen Einhalt zu gebieten", forderte Oppositionsführer Raila Odinga. Er drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Präsident Uhuru Kenyatta kündigte eine umfassende Untersuchung des "katastrophalen" Unfalls an.

Kenias gefährliche Straßen

Schwere Verkehrsunfälle sind in Kenia nicht selten. Das liegt unter anderem am schlechten Zustand der Fahrzeuge und der Straßen. Auch stark frequentierte Überlandstraßen sind nachts nicht beleuchtet, haben aber zahlreiche Schlaglöcher.

fab/AR (dpa, APE)