Tödliche Schüsse bei Videospielturnier in Florida | Aktuell Amerika | DW | 26.08.2018
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USA

Tödliche Schüsse bei Videospielturnier in Florida

In der Stadt Jacksonville im US-Bundesstaat Florida ist es bei einer Videospiel-Veranstaltung zu einer Massenschießerei gekommen. Mehrere Personen wurden getötet. Die Hintergründe sind bislang unklar. 

Der zuständige Sheriff rief über den Kurznachrichtendienst Twitter die Bürger auf, die Gegend großräumig zu meiden. Das Gebiet um Jacksonville Landing sei "nicht sicher", die Menschen sollten sich in Sicherheit bringen. "Bleibt weg von dem Gebiet", warnte die Polizei während der Suche nach Verdächtigen.

Laut lokalen Medienberichten kamen vier Menschen ums Leben, elf wurden verletzt. Der mutmaßliche Schütze wurde nach Angaben des Sheriffs tot am Tatort aufgefunden. Es soll sich um einen 24-jährigen aus Baltimore handeln. Er habe sich selbst erschossen, so die Behörden.

Frust wegen eines verlorenen Spiels?

Wie es heißt, fielen die Schüsse während eines "Madden 19"-Turniers, dabei messen sich Videospieler virtuell in einem American-Football-Spiel. Der vermeintliche Schütze soll laut Augenzeugen während des Spiels, das online auf sozialen Medien übertragen wurde, plötzlich seine Mitspieler angegriffen haben. Die Zeitung "LA Times" meldet, der Schütze habe möglicherweise aus Zorn über eine verlorene Partie gehandelt.

Jacksonville liegt im Norden Floridas und hat rund 880.000 Einwohner. Der Bundesstaat war am 14. Februar Schauplatz eines Blutbades mit 17 Toten. An einer Highschool in Parkland erschoss ein 19-Jähriger damals 14 Jugendliche und 3 Erwachsene. Nach der Tat kam es landesweit zu Protesten. Präsident Donald Trump stellte nach dem Massaker eine Verschärfung der Waffengesetze in Aussicht, rückte aber später von diesen Zusagen wieder ab.

haz/stu (dpa, rtr)