Tödliche Keime - Wenn Antibiotika nicht mehr wirken | DokFilm | DW | 12.06.2021
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Tödliche Keime - Wenn Antibiotika nicht mehr wirken

Antibiotikaresistenzen - eine der größten medizinischen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Ursachen: Massentierhaltung, fehlende Krankenhaushygiene, Missbrauch von Antibiotika. Der Film zeigt Methoden im Kampf gegen Multiresistenzen.

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Jedes Jahr sterben 33.000 Menschen in Europa an Infektionen mit antibiotikaresistenten Keimen. Der Hygienearzt Ron Hendrix beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Infektionskrankheiten in Krankenhäusern. "Wir haben in den Niederlanden früh erkannt, dass wir die Verbreitung der Keime genauso kompromisslos bekämpfen müssen wie die eigentlichen Infektionen." Hendrix hat dafür gesorgt, dass auch deutsche Kliniken ihre Labore wieder öffnen. Viele deutsche Krankenhäuser hatten die eigene Labordiagnostik Anfang der 2000er Jahre aus Kostengründen aufgegeben. In Dänemark sind, nach der nachgewiesenen Vermehrung von antibiotikaresistenten Keimen durch die Massentierhaltung, die Bauern unter Druck geraten. Freiwillig haben sie sich dazu entschlossen, den Einsatz von Antibiotika massiv zu reduzieren. In Belgien hat der Mediziner Patrick Soentjens das Gesundheitsministerium davon überzeugen können, "Phagen" als Therapie gegen hartnäckige antibiotikaresistente Keime zuzulassen. Phagen sind spezielle Viren, die Bakterien töten. Soentjens ist sicher, dass diese altbekannte, aber fast in Vergessenheit geratene Medizin viele Menschenleben retten wird. Belgien ist das erste westeuropäische Land, das die Phagen als Medikamente anerkannt hat.