Tödliche Attacke auf tunesische Nationalgarde | NRS-Import | DW | 08.07.2018
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Islamismus

Tödliche Attacke auf tunesische Nationalgarde

Seit drei Jahren herrscht in Tunesien der Ausnahmezustand. Das nordafrikanische Land, in dem der Arabische Frühling seinen Anfang nahm, steht im Visier von Islamisten. Erneut wird eine Bluttat gemeldet.

Tunesien Nationalgarde 2015 (Getty Images/AFP/F. Belaid)

Ein Mitglied der Nationalgarde in Tunesien (Symbolbild)

Dem Angriff auf einen Posten der Nationalgarde in Tunesien sind mehrere Sicherheitskräfte zum Opfer gefallen. Das Innenministerium in Tunis nannte in einer Mitteilung die Zahl von sechs Toten. Das Staatsfernsehen hatte zuvor von mindestens acht getöteten Soldaten gesprochen.

Ein Vertreter des Innenministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Angehörigen der Nationalgarde seien in der Nähe der tunesisch-algerischen Grenze von einer "Terroristengruppe" in einem Hinterhalt getötet worden. Demnach ereignete sich der Anschlag nahe dem Ort Ain Sultan in der Provinz Jendouba im Nordwesten des Landes.

IS schlug mehrfach zu

Das bei Touristen beliebte Tunesien befindet sich seit November 2015 im Ausnahmezustand. Bei einem Anschlag in Tunis, zu dem sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte, wurden damals zwölf Mitglieder der Präsidialgarde getötet. Im Juni des gleichen Jahres waren in einem Badeort in der Nähe von Sousse fast 40 Touristen getötet worden, unter ihnen zahlreiche Europäer.

In Tunesien hatte 2011 der sogenannte Arabische Frühling seinen Ausgang genommen - eine Serie von Aufständen gegen Diktatur und Unterdrückung in mehreren Ländern der Region. Vielerorts haben sich die anfänglichen Hoffnungen auf Freiheit und Demokratie jedoch nicht erfüllt.

jj/mak (dpa, afp, rtr)

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