Täter von Charlottesville wegen Hassverbrechen verurteilt | Aktuell Amerika | DW | 28.06.2019
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Amokfahrt

Täter von Charlottesville wegen Hassverbrechen verurteilt

Bei einer Neonazi-Kundgebung tötete der Rechtsextremist eine Frau und verletzte viele weitere. Nun hat ihn ein Gericht verurteilt. Der Richter zeigte sich von der Entschuldigung des Täters unbeeindruckt.

Rechtsextremer Terror USA Charlottesville Heather Heyer Anschlag Trauer (Getty Images/C. Somedevilla)

Blumen am Tatort in Erinnerungen an die getötete Heather Heyer im August 2017

Der Rechtsextremist, der mit seinem Auto bei einer Rassistenkundgebung in Charlottesville in eine Gruppe Gegendemonstranten gefahren war und eine Frau getötet hatte, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Bundesgericht in der Stadt sprach James Alex Fields wegen mehrerer Hassverbrechen schuldig. Es gibt keine Möglichkeit auf Begnadigung.

Der 22 Jahre alte Neonazi Fields hatte auf eine niedrigere Strafe plädiert und sich für seine Taten entschuldigt. Richter Michael Urbanski zeigte sich unbeeindruckt von Fields Worten, vor allem nachdem vor Gericht ein Video des Vorfalls abgespielt worden war. Der Anblick der angefahrenen Menschen sei furchtbar gewesen. "Es ist zu riskant, den Angeklagten in eine freie Gesellschaft zu entlassen", sagte Urbanski.

Keine eindeutige Abgrenzung 

Bei der Demonstration von weißen Nationalisten und Neonazis in der Stadt im Bundesstaat Virginia hatte es am 12. August 2017 Ausschreitungen gegeben. Fields steuerte sein Auto in die Gegendemonstration und tötete dabei die 32-jährige Heather Heyer und verletzte 35 weitere Menschen. 

Der Fall sorgte weltweit für Schlagzeilen, weil sich US-Präsident Donald Trump damals nicht eindeutig von den Rechtsextremen distanzierte. Trump sprach von "einigen sehr feinen Menschen auf beiden Seiten". Eine Geschworenenjury hatte Fields bereits im vergangenen Jahr in einem Verfahren des Bundesstaates Virginia des Mordes für schuldig befunden und für lebenslange Haft gestimmt.

lh/ml (dpa, rtr)

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