Täter von Charlottesville verurteilt | Aktuell Amerika | DW | 08.12.2018
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Rechtsextremisten

Täter von Charlottesville verurteilt

Ein US-Neonazi ist des Mordes an einer Frau in der Charlottesville im August 2017 schuldig befunden worden. Er war mit dem Auto in eine Gruppe Menschen gerast. US-Präsident Trump spielte damals eine unrühmliche Rolle.

Das Tatfahrzeug am 12. August 2017 (Getty Images/W. McNamee
)

Das Tatfahrzeug am 12. August 2017

Der 21-jährige James F. ist von einer Jury wegen des Mordes an einer Demonstrantin in Charlottesville verurteilt worden. Er wurde zudem der "bösartigen Verletzung" mehrerer weiterer Menschen und der Fahrerflucht für schuldig befunden. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Dem Angeklagten droht lebenslange Haft.

Der Mann war am Rande eines Aufmarschs von Rechtsextremisten in der Universitätsstadt im Bundesstaat Virginia mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren. Dabei wurde eine 32-jährige Frau getötet. Der Angeklagte plädierte in dem Prozess dennoch auf unschuldig. Seine Verteidiger argumentierten, ihr Mandant habe sich in einem Zustand der Panik befunden und "um sein Leben gefürchtet".

Rechte Demonstranten am 11. August in Charlottesville (picture-alliance/abaca/S. Corum)

Rechte Demonstranten am 11. August in Charlottesville

Als Beweisstück präsentierten sie ein Video, das den Fahrer schluchzend kurz nach seiner Festnahme zeigt. Er fragt darin über die von ihm angefahrenen Demonstranten: "Sind sie ok?" Dennoch brauchte die zwölfköpfige Jury nur einen Tag, um zu ihrem Schuldspruch zu gelangen.

Der Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville hatte auch international für Schlagzeilen gesorgt - vor allem auch deshalb, weil US-Präsident Donald Trump kurz danach das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von "Gewalt auf vielen Seiten" sprach. Teilnehmer des Rassisten-Aufmarsches beschrieb er als "sehr feine Leute".

stu/nob (afp, ap)
 

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