Syrische Rebellen bekämpfen sich gegenseitig | Aktuell Nahost | DW | 16.10.2013
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Aktuell Nahost

Syrische Rebellen bekämpfen sich gegenseitig

Der syrische Machthaber Assad dürfte sich freuen. In den von Rebellen beherrschten Gebieten brechen immer neue Kämpfe auf. Bei Gefechten zwischen Kurden und islamistischen Milizen wurden mindestens 41 Menschen getötet.

Wie die oppositionelle Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, fanden die Zusammenstöße zwischen kurdischen und islamistischen Kampfbrigaden in der Provinz Hasaka statt. Den Angaben nach brachen die Kämpfe zwischen den Kurden und den dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehenden Gruppen Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS) und der Al-Nusra-Front in der Nähe der türkischen Grenze aus. Die Dschihadisten verloren demnach 29 Kämpfer. Auf kurdischer Seite seien zwölf Menschen getötet worden.

Die Kurden in der Region wehren sich schon seit längerem gegen einen Einmarsch der Islamisten in die von ihnen bewohnten Gebiete. In den vergangenen Wochen gab es zudem vermehrt Kämpfe zwischen den selbst ernannten Gotteskriegern und Angehörigen der oppositionellen Freien Syrischen Armee. Es gab zwar auch Vereinbarungen zum Waffenstillstand, doch der Frieden blieb stets fragil.

Zersplitterung der Opposition

Meist ging es bei den Auseinandersetzungen um die Hoheit in strategisch wichtigen Grenzregionen, die den Nachschub an Kämpfern, Waffen und Lebensmitteln gewährleisten.

Die Zahl der Konfliktparteien wächst unterdessen: Im Süden des Landes verkündeten Rebellen den Zusammenschluss von mehr als 50 Gruppen zum "Revolutionären Kommandorat Südsyriens". Erst Ende September hatten sich Dutzende oppositionelle Kampfbrigaden zur "Armee des Islam" zusammengeschlossen und sich von der Oppositionsplattform Syrische Nationale Koalition distanziert. Mit der Nationalen Koalition verhandelt allerdings die internationale Gemeinschaft über eine internationale Friedenskonferenz.

21 Tote in Daraa

In der Provinz Daraa wurden derweil bei einer Explosion mindestens 21 Menschen getötet. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter waren die Opfer - unter ihnen vier Kinder - in einem Fahrzeug unterwegs, als auf der Straße vermutlich ein Sprengsatz detonierte. Aktivisten aus der Region gingen davon aus, dass es sich dabei um eine von Regierungstruppen gelegte Landmine gehandelt habe.

Syrische Staatsmedien berichteten hingegen, dass alle Toten "Terroristen" gewesen seien - so bezeichnet das Regime die Rebellen. Daraa gilt als der Geburtsort des Aufstands gegen Machthaber Baschar al-Assad, der im März 2011 begonnen hatte.

mm/det (dpa, ap)