Syrien wirft Israel Angriff auf Militäreinrichtung vor | Aktuell Nahost | DW | 07.02.2018
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Syrien-Krieg

Syrien wirft Israel Angriff auf Militäreinrichtung vor

Israelische Kampfflugzeuge hätten vom libanesischen Luftraum aus Raketen abgefeuert, meldete das syrische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Regierung. Israel äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Israel Air Force F-15 (picture-alliance/AP/A. Schalit)

Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe (Archiv)

Die syrische Armee konnte die meisten Raketen, die auf den Stützpunkt nahe der Hauptstadt Damaskus gefeuert worden seien, laut eigenen Angaben abfangen. Informationen über Schäden an der Militäreinrichtung gab es zunächst nicht. Eine Sprecherin der israelischen Streitkräfte in Jerusalem wollte die syrischen Berichte nicht kommentieren. 

Laut syrischen Regierungskreisen handelt es sich bei dem bombardierten Ziel um ein Forschungszentrum in dem Ort Dschamraja, rund zehn Kilometer nördlich von Damaskus. Die Einrichtung sei schon früher Ziel israelischer Angriffe gewesen. Berichten zufolge sollen dort Chemiewaffen hergestellt worden sein. In Dschamraja sind auch syrische Eliteeinheiten stationiert. 

Netanjahu: Angriffe erhalten strategisches Gleichgewicht

Israel hat seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 immer wieder Ziele im Nachbarland bombardiert. Beobachter gehen davon aus, dass sich die meisten Angriffe gegen die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah richten. Diese ist Israel feindlich gesinnt, ihre Kämpfer unterstützen im syrischen Bürgerkrieg die Regierungstruppen. Die Regierung in Jerusalem betrachtet die radikalislamische Gruppe als größte Bedrohung für die eigene Grenze.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Anfang Januar erklärt, Israel habe "eine langjährige Politik, die Lieferung von Waffen, die das strategische Gleichgewicht zerstören, von syrischem Gebiet aus an die Hisbollah zu verhindern". Dies habe sich nicht verändert, und wenn nötig, setze man sie mit Einsätzen durch.

ie/stu (dpa, rtr, afp)