Syrien: Opposition wählt moderaten Islamisten an ihre Spitze | Aktuell Nahost | DW | 14.09.2013
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Aktuell Nahost

Syrien: Opposition wählt moderaten Islamisten an ihre Spitze

Die syrische Opposition hat sich in Istanbul auf den gemäßigten Islamisten Achmed Tumeh als neuen Übergangs-Regierungschef geeinigt. Das teilten Vertreter der Nationalen Koalition nach zweitägigen Beratungen mit.

Danach entfielen auf Tumeh 75 Stimmen bei zehn Nein-Stimmen und zwölf Enthaltungen. "Unsere Regierung wird eine Strategie für den Übergangsprozess ausarbeiten", sagte der 48-Jährige nach seiner Wahl auf einer Pressekonferenz in Istanbul. "Unsere Regierung wird militärische und humanitäre Einsätze unterstützen."

Tumeh soll Übergangsregierung bilden

Er übernimmt die Aufgaben des im Juli zurückgetretenen Chefs der Übergangs-Regierung für die von den Aufständischen kontrollierten Gebiete, Ghassan Hitto. Diesem war es angesichts der Zerstrittenheit der syrischen Opposition nicht gelungen, eine Alternativ-Regierung zu der des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu bilden.

Der 48-jährige Tumeh stammt aus Deir Essor im Osten Syriens und ist Zahnarzt. Hitto hatte seinen Rücktritt vom Amt des Übergangs-Regierungschef am 8. Juli bekanntgegeben - zwei Tage nach der Wahl von Ahmed Assi Dscharba auf den Chefposten der Nationalen Koalition.

Der von Saudi-Arabien unterstützte Dscharba hatte sich nach monatelangen Grabenkämpfen im zweiten Wahlgang mit 55 zu 52 Stimmen gegen den von Katar unterstützten Kandidaten des Lagers der Muslimbrüder - Mustafa al-Sabbagh - durchgesetzt. Weil dem Sammelbecken der Assad-Gegner eine klare Struktur fehlte und auch radikale Islamisten mitkämpfen, zögert der Westen damit, die Opposition zu unterstützen.

re/wl (rtr, afp, dpa