Super Bowl: Justin Timberlake würdigt Prince | Musik | DW | 05.02.2018
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Musik

Super Bowl: Justin Timberlake würdigt Prince

Sein Auftritt beim Super Bowl 2018 war bereits sein dritter. Ganz ohne Skandal in diesem Jahr performte der Sänger in einem Medley seine größten Hits - und würdigte die verstorbene Musiklegende Prince.

Im Stadion von Minneapolis/Minnesota ist in der Nacht von Sonntag auf Montag der Super Bowl ausgetragen worden, der Showdown der beiden besten US-amerikanischen Football-Teams. In einem Offensivspektakel der Rekorde feierten die Philadelphia Eagles ihren ersten Super-Bowl-Triumph und entthronten die New England Patriots um Star-Quarterback Tom Brady. Der Außenseiter setzte sich im hochklassigen Finale der National Football League im bitterkalten US Bank Stadium von Minneapolis mit 41:33 (22:12) gegen den Titelverteidiger durch.

Neben dem US-Volkssport Football spielt jedes Jahr auch das musikalische Rahmenprogramm eine große Rolle. Zahlreiche Weltstars sind schon in der Halbzeitpause aufgetreten - von Stevie Wonder über die Rolling Stones, bis hin zu Madonna und Katy Perry. Dabei dauert die musikalische Showeinlage nur maximal 13 Minuten, dann wird die zweite Halbzeit angepfiffen. Aber ein garantiertes Millionenpublikum ist mehr wert als hohe Gagen.

Timberlake würdigt Prince

In diesem Jahr bestritt Popstar Justin Timberlake den Topact der Halbzeit-Show, auf der Bühne im riesigen Footballstadion von Minneapolis - der Heimatstadt seines großen Vorbildes Prince.

Während seines Mini-Konzerts setzte sich Timberlake ans Klavier und gab mit "I Would Die 4 U" einen der größten Hits von Prince zum Besten. Zeitgleich wurde ein riesiges Plakat mit dem Abbild von Prince entrollt.

"Das ist für Euch, Minneapolis", rief Timberlake und lieferte sich dann ein virtuelles Duett mit der verstorbenen Pop-Ikone. 

Von seinen eigenen Hits sang Timberlake unter anderem "Can't Stop the Feeling", "SexyBack", "My Love" sowie "Rock Your Body" - diesmal skandalfrei. 2004 hatte Timberlake bei dem Song Janet Jacksons Brust entblößt, ein Malheur, das den meisten unter dem Begriff "Nippelgate" in Erinnerung geblieben sein dürfte.  

Ob aus Versehen oder als Teil der Bühnenregie, ist bis heute nicht geklärt. Fakt ist: Ganz Amerika sprach über den Faux Pas beim Super Bowl, der seine Einschaltquoten danach in ungeahnte Höhen trieb. Timberlake verschaffte es ebenfalls enorme Publicity.

Pink singt amerikanische Hymne

Sängerin Pink hatte in diesem Jahr die Ehre, vor dem Anpfiff des Spiels die US-amerikanische Nationalhymne zu singen. Aufgrund eines Infekts, den sich die Künstlerin eingefangen hatte, war es zunächst unsicher, ob sie auch tatsächlich auftreten können würde. In der Nacht von Sonntag auf Montag trug sie die Hymne dann allerdings souverän und mit starker Stimme vor.

Jedes Jahr wird für die US-Hymne ein prominenter Sänger oder eine prominente Sängerin ausgewählt. 2016 durfte Lady Gaga ran, die ihrer nationalen Verantwortung damals mit einem schlichten Hosenanzug in Rot gerecht wurde. 2017 hatte Country-Sänger Luke Bryan die Ehre.

Wettkampf der besten Werbespots

Neben Bühne und Spielfeld waren auch in den Zuschauerrängen zahlreiche Stars vertreten. Bradley Cooper, Elizabeth Banks, Jennifer Lopez, Gwen Stefani oder Blake Shelton - sie alle waren gekommen, um ihre Teams anzufeuern. Als Ehefrau des Star-Quarterback-Spielers Tom Brady durfte natürlich auch das deutsch-brasilianische Supermodel Gisele Bündchen nicht fehlen.

Weitere Stars aus der Film-, Mode- und Musikbranche traten in den berühmten Werbespots auf, die während der Übertragung des Spiels über den Bildschirm laufen. Mit dabei waren in diesem Jahr Ex-Model Cindy Crawford, Danny DeVito und Game-of-Thrones-Star Peter Dinklage. Dinklage und der Schauspieler Morgan Freeman rappen in einem extrem coolen Videoclip, der gut zu den Minustemperaturen im Stadion passte.

Jedes Jahr wetteifern amerikanische Firmen um den witzigsten Werbespot. Für 30 Sekunden Werbezeit beim Super Bowl zahlen Konzerne wie Coca Cola und Pepsi inzwischen fünf Millionen US-Dollar, das sind mehr als vier Millionen Euro.

Erster "Solo"-Trailer

Star Wars-Fans durften sich außerdem über einen ersten Ausschnitt aus dem Trailer zu "Solo: A Star Wars Story" freuen. Der Film, der am 24. Mai in die deutschen Kinos kommen soll, ist nach "Rogue One" (2016) das zweite Spin-off der "Star Wars"-Reihe und ist ganz dem Schurken Han Solo und seinem flauschigen Begleiter Chewbacca gewidmet.  

Mit der weltweiten Übertragung des Spiels und der Halbzeit-Show erreicht der Super Bowl jedes Jahr mehr als 800 Millionen Zuschauer. In vielen Ländern, auch in Deutschland, gibt es Super-Bowl-Partys zur Live-Übertragung des Spiels. In den USA ist er das Sportereignis des Jahres - nicht zuletzt aufgrund seiner pompösen Musikshow in der Halbzeit des Spiels. 

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