Stromfresser Internet | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 17.12.2018
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Nahaufnahme

Stromfresser Internet

Wäre das Internet ein Land, dann hätte es den sechstgrößten Stromverbrauch auf unserem Planeten. Das belegen Untersuchungen, die Greenpeace durchgeführt hat. In Frankfurt verbrauchen Rechenzentren bereits mehr Strom als der Internationale Flughafen.

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Viele halten das Internet für rein virtuell, also für nicht wirklich vorhanden. Ein großer Irrtum, denn dahinter steht ein gewaltiges System aus Rechenzentren, Datenleitungen und sogenannten Knotenpunkten. Und dieses System hat enormen Hunger auf Energie. Wäre das Internet ein Land, dann hätte es den sechstgrößten Stromverbrauch auf unserem Planeten. Das belegen Untersuchungen, die Greenpeace durchgeführt hat. In der Stadt Frankfurt am Main verbrauchen Rechenzentren bereits mehr Strom als der Internationale Flughafen. Doch kaum noch jemand möchte auf Computer, Smartphones und die vielen Dienstleistungen, die darüber angeboten werden, verzichten. Und in der Zukunft dürfte der Energiehunger der Datennetze deutlich steigen. Alle ein bis zwei Jahre verdoppeln sich die internetgestützten Dienstleistungen: Home Office, Industrie 4.0, TV- und Serienstreaming bis hin zum autonomem Fahren und auch nur einfache Klicks bei den Suchmaschinen - allerdings milliardenfach ausgeführt, überall auf der Welt. Was unternimmt die IT-Branche, um diesen Energiehunger umweltgerecht zu bewältigen und effizienter zu gestalten? Der Film schaut hinter die Kulissen von Software-Giganten wie SAP, begleitet eine Studentinnen-WG in ihrer digitalen Welt und besucht Serverfarmen tief unter der Erde in Norwegen. Wie lässt sich der immer größer werdende digitale Energiehunger umweltgerecht bewältigen? Ein Lösungsansatz könnte ein schwedisches Modell sein, das in der Stadtentwicklung ganz neue Wege geht.