Stratege Verstappen gewinnt in Frankreich | Sport | DW | 20.06.2021
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Formel 1

Stratege Verstappen gewinnt in Frankreich

Red-Bull-Fahrer Max Verstappen ist in Le Castellet nicht zu schlagen. Mercedes-Pilot Lewis Hamilton setzt auf die völlig falsche Strategie. Sebastian Vettel fährt in die Punkte, Mick Schumacher ist chancenlos.

Keine Crashs, keine Dreher, keine technischen Defekte oder Fehler an der Box, alle Autos im Ziel - das hört sich nach einem unspektakulären, ja nach einem langweiligen Rennen an. Tatsächlich war dieser Große Preis von Frankreich in Le Castellet einer der spannendsten Formel-1-Grand Prix der letzten Jahre.

Erst anderthalb Runden vor Schluss jubelt die Red-Bull-Schaltzentrale, als Max Verstappen doch noch innen am bis dahin führenden Lewis Hamilton vorbeizieht. Die Taktik des Rennstalls ist aufgegangen, die WM-Führung des Niederländers hat weiter Bestand. "Danke Jungs, das ist großartig", sprudelt es aus Verstappen nach der Zieldurchfahrt heraus. "Es war nicht so einfach, ich musste einige Leute überholen, aber am Ende hat es dann gelangt."

Bessere Taktik und ein überlegenes Auto

Es war, neben dem fahrerischen Können des 23-Jährigen und dem starken Red-Bull-Honda-Gesamtpaket vor allem auch die Taktik, die diesmal perfekt aufgegangen ist. Während die Mercedes-Strategieabteilung die Schuld an der Niederlage auf sich nahm, triumphierte man beim blau-roten Rennstall mit Sitz in Österreich. 

Denn neben Verstappen landete auch Teamkollege Sergio Perez aus Mexiko dank der Zwei-Stop-Strategie als Dritter auf dem Podium. Auch er hatte seinen direkten Mercedes-Konkurrenten Valtteri Bottas erst in der finalen Phase überholen und abhängen können. Mercedes hatte auf nur einen Reifenwechsel gesetzt.

Ärger im Mercedes-Rennstall

F1 Großen Preis von Frankreich | Lewis Hamilton

Die Reifen und die Strategie spielen Weltmeister Lewis Hamilton einen Streich

Diese Entscheidung brachte vor allem den im Team umstrittenen Bottas in Rage. Noch während des Überholmanövers von Verstappen beschwerte sich der Finne via Funk: "Ich habe doch gesagt, das ist ein Rennen für eine Zwei-Stopp-Strategie, aber hier hört ja niemand auf mich". 

Hamilton dagegen verteidigte das Vorgehen nach dem Rennen: "Sie waren einfach zu schnell auf den Geraden", sagte der britische Abonnement-Weltmeister. "Die einzige Option war, draußen zu bleiben, so lange wie möglich, solange die Reifen durchhalten. Das hat nicht gereicht. Ich hatte am Ende des Rennens keine Reifen mehr."

Vettel in den Punkten

Sebastian Vettel wurde im Aston Martin Neunter und fuhr damit schon zum dritten Mal in Serie in die Punktränge, Mick Schumacher beendete den Frankreich-Grand-Prix im unterlegenen Haas als 19. und damit Vorletzter. 

In der Gesamtwertung hat Verstappen nun - auch wegen des Bonus-Zählers für die schnellste Rennrunde - zwölf Punkte Vorsprung auf Hamilton. Sieben von insgesamt 24 geplanten Rennen sind absolviert. Es bleibt also spannend. "Ich habe das genossen. Wir kämpfen weiter, das wird noch eine aufregende Saison“, orakelte der Tagessieger.

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