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Stichwort: Deutsche Post AG

Insa Wrede14. Februar 2008

Vom Beamtenapparat zum weltweit erfolgreichen Logistikunternehmen: Die Deutsche Post AG hat einen harten Kurswechsel hinter sich.

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Ein Postbote sortiert in der Hauptpost in Düsseldorf Briefe (Foto: dpa)
Handarbeit im WeltkonzernBild: picture-alliance / dpa/dpaweb
Die Deutsche Post ist schon seit langem kein muffiger Beamtenapparat der deutschen Bundesregierung mehr – in den vergangenen Jahren hat sie sich zu einem Weltkonzern gemausert. Nachdem die staatliche Deutsche Bundespost in den 1990er Jahren privatisiert wurde und Ende 2000 an die Börse ging, baute das Unternehmen seine Dienstleistungen permanent aus.

Heute werden nicht mehr nur Briefe eingesammelt, transportiert und verteilt – es gibt darüber hinaus ein breites Spektrum an Brief-, Paket- und Expressdienstleistungen sowie an Logistik- und Finanzdienstleistungen. Und das in mehr als 200 Ländern.

Offener Wettbewerb im Briefmarkt

Anfang 2008 fiel der letzte staatliche Schutzwall: Das Briefmonopol der Post. Damit verlor die Deutsche Post AG das alleinige Recht auf die Einsammlung, Beförderung und Zustellung von Briefen unterhalb von 50 Gramm. Damit ist der Briefmarkt für den Wettbewerb geöffnet worden.

Mittlerweile ist die Deutsche Post World Net mit ihrer Tochter DHL einer der global führenden Logistik-Konzerne mit rund 60 Milliarden Euro Umsatz. Weltweit werden etwa eine halbe Million Menschen beschäftigt. Die Post hält auch die Mehrheit an der Tochter Deutsche Postbank.

DAX-Unternehmen in der Hand des Bundes

Seit Jahren arbeitet die Post profitabel, steigert kontinuierlich ihren Umsatz und fährt einen Milliardengewinn ein. Den Hauptteil des Erfolges verdankt die Post nach wie vor dem Briefbereich. Der größte einzelne Anteilseigner der im Deutschen Aktienindex DAX gelisteten Post ist immer noch der Bund - über die KfW-Bankengruppe.

An der Spitze der Post steht seit 18 Jahren der Vorstandschef Klaus Zumwinkel. Er hat die einstige Behörde auf den Wettbewerb getrimmt, hat Kosten gedrückt und Personal abgebaut.