Steinmeier würdigt verstorbenen SPD-Politiker Eppler | Aktuell Deutschland | DW | 19.10.2019
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Deutschland

Steinmeier würdigt verstorbenen SPD-Politiker Eppler

Er war ein Vordenker der Friedensbewegung und hat mit seinem Wirken auch das ökologische Bewusstsein in Deutschland gefördert. Der Bundespräsident findet für den verstorbenen SPD-Politiker Erhard Eppler passende Worte.

150 Jahre SPD Erhard Eppler 06.09.2012 in Bonn (picture-alliance/dpa)

Erhard Eppler 2012 auf einer Veranstaltung in Bonn

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den verstorbenen SPD-Politiker Erhard Eppler als "großen Sozialdemokraten" gewürdigt. Mit ihm verliere Deutschland "einen wichtigen Vordenker der Gesellschafts-, Umwelt- und Friedenspolitik", heißt es in Steinmeiers Kondolenzschreiben an die Witwe Epplers. Der Sozialdemokrat war am Samstag im Alter von 92 Jahren gestorben.

Eppler habe die Fähigkeit ausgezeichnet, "politische Zusammenhänge zu erklären und über den Tag hinaus zu denken". Als leidenschaftlicher Redner habe er "zur guten politischen Kultur beigetragen", hob Steinmeier hervor. "Zeit seines Lebens stand Erhard Eppler für den Frieden und für Entspannung zwischen den beiden deutschen Staaten im Kalten Krieg", fügte der Bundespräsident hinzu.

Minister unter Kiesinger und Brandt

Der promovierte Gymnasiallehrer Eppler, 1926 in Ulm geboren, kam 1956 zur SPD und übernahm dort im Laufe der Jahrzehnte eine Vielzahl an Ämtern und Funktionen. Er war Mitglied im Bundesvorstand und Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, saß im Bundestag und später im Stuttgarter Landtag. Unter Kanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) wurde er 1968 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und blieb dies auch unter Kanzler Willy Brandt (SPD). Zweimal trat er zudem als Spitzenkandidat der SPD im Südwesten an - allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Dennoch galt er als einer der wichtigsten Köpfe der deutschen Sozialdemokratie.

Die kommissarische Parteichefin Malu Dreyer erinnerte in einer Mitteilung unter anderem an Epplers "glühende Leidenschaft für ein vereintes und soziales Europa des solidarischen Miteinander". Sie nannte ihn einen brillanten Denker und messerscharfen Analysten.

ml/haz (afp, dpa)