Stehen USA hinter Umsturzplänen in Venezuela? | Aktuell Amerika | DW | 09.09.2018
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Lateinamerika

Stehen USA hinter Umsturzplänen in Venezuela?

Diesen Eindruck jedenfalls vermittelt ein Beitrag der "New York Times". Danach berieten US-Vertreter und venezolanische Militärs insgeheim über einen möglichen Sturz von Präsident Maduro.

Allerdings seien die in den vergangenen Monaten besprochenen Pläne zum Sturz von Staatschef Nicolas Maduro (Artikelbild) nicht weiterverfolgt worden. Die USA hätten schlechte Erfahrungen mit Unterstützungen von Umstürzen in Lateinamerika gemacht. Das Blatt berief sich bei seinen Informationen auf namentlich nicht genannte Teilnehmer der Gespräche.

"Unter Maduro gelitten"

Auf entsprechende Anfragen der "New York Times" zu den Geheimtreffen habe das Weiße Haus nicht geantwortet, hieß es weiter. In einer Mitteilung sei lediglich darauf verwiesen worden, dass es wichtig sei, "mit allen Venezolanern, die Verlangen nach Demokratie zeigen, im Dialog zu stehen". Dies geschehe mit dem Ziel, "einem Land, das so sehr unter Maduro gelitten hat, positive Änderungen zu bringen".

US-Präsident Donald Trump ist ein entschiedener Kritiker der Regierung von Venezuelas sozialistischem Staatschef Maduro. Venezuela steckt in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise, die Proteste mit gewaltsamen Ausschreitungen und eine Massenflucht in Nachbarländer wie Kolumbien auslöste.

Die venezolanische Regierung kritisierte die US-Regierung scharf. "Wir prangern vor der Welt die Interventionspläne und die Unterstützung von Verschwörungen des Militärs durch die US-Regierung gegen Venezuela an", erklärte Außenminister Jorge Arreaza im Kurzbotschaftendienst Twitter. Selbst in US-Medien seien nun "neue und widerliche Beweise" dafür vorgelegt worden.

Maduro beschuldigt regelmäßig die rechtsgerichtete Opposition im Land oder die USA, einen Staatsstreich gegen ihn zu planen. Der Staatschef war Anfang August nach eigenen Angaben einem Mordanschlag mit zwei Drohnen entgangen, die mit Sprengstoff bestückt gewesen seien. Seine Regierung vertritt die Ansicht, dass die Tat in den USA geplant und vorbereitet worden sei. Washington wies diese Anschuldigung zurück.

haz/mak (afp, dpa)

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