Starkes Börsendebüt für Dropbox | Aktuell Amerika | DW | 23.03.2018
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USA

Starkes Börsendebüt für Dropbox

Der Cloud-Speicherdienst Dropbox ist fulminant an der New Yorker Technologie-Börse Nasdaq gestartet. Der erste Kurs lag bei 29 Dollar und damit rund 38 Prozent über dem Ausgabepreis von 21 Dollar.

USA Dropbox Börsendebüt in New York (Getty Images/D. Angerer)

Die beiden Dropbox-Gründer Drew Houston (2.v.l.) und Arash Ferdowsi (3.v.l) haben gut Lachen

Es war der größte Börsengang eines US-Technologieunternehmens seit dem des Internetdienst-Betreibers Snap im März 2017. Zeitweise stiegen die unter dem Kürzel "DBX" gelisteten Aktien von Dropbox gar auf mehr als 31 Dollar. Später gaben die Kursgewinne etwas nach, dennoch wurde am Ende des ersten Handelstages ein sattes Plus von mehr als 35 Prozent verzeichnet. Die Firma wurde dadurch mit etwa 12,7 Milliarden Dollar bewertet. 

Die beiden Dropbox-Chefs Drew Houston und Arash Ferdowsi, die als Studenten das Unternehmen 2007 in San Francisco gegründet hatten, und mit dem Team zur Börsenpremiere nach New York geflogen waren, konnten sich freuen. Denn eigentlich war es ein schwacher Tag an den Aktienmärkten - insgesamt fiel der Nasdaq Composite um 2,4 Prozent. Dropbox-Rivale Box büßte acht Prozent ein.

25-fache Überzeichung der Papiere

Zunächst hatte der Online-Speicherdienst seine Anteilsscheine für maximal 18 Dollar angeboten, dann wurde die Preisspanne wegen großer Nachfrage erhöht. Anleger rissen sich um die Papiere - die Nachfrage nach der Aktie soll das Angebot um das 25-fache überstiegen haben.

Dropbox dürfte mit der Ausgabe von 36 Millionen Aktien 756 Millionen Dollar erlösen. Laut dem Börsenprospekt hat das Unternehmen weltweit mehr als 500 Millionen registrierte Nutzer, von denen allerdings nur rund elf Millionen zahlende Kunden sind. Der Umsatz war im vergangenen Jahr um 31 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar gestiegen. Unter dem Strich fiel jedoch ein Verlust von 111,7 Millionen Dollar an.

Bei seiner letzten privaten Finanzierungsrunde war Dropbox vor vier Jahren mit zehn Milliarden Dollar bewertet worden.

se/cgn (dpa, rtr, ap, afp)

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