Sri Lankas geschasster Premier Wickremesinghe kehrt zurück | Aktuell Asien | DW | 16.12.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Südasien

Sri Lankas geschasster Premier Wickremesinghe kehrt zurück

Der alte Regierungschef Wickremesinghe nimmt den Posten des Premierministers erneut ein. Das Zerwürfnis zwischen ihm und Präsident Sirisena hatte Sri Lanka in eine Staatskrise gestürzt.

Sri Lanka Vereidigung des neuen Premierministers Ranil Wickremesinghe (Reuters/President's Media Division of Sri Lanka)

Vereidigung des neuen, alten Premierministers Ranil Wickremesinghe (links)

Der alte Regierungschef Ranil Wickremesinghe hat lokalen Medienberichten zufolge bereits den Amtseid vor Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena geleistet. Damit kehrt Wickremesinghe auf den Posten des Premierministers zurück. Der Präsident hatte ihn erst Ende Oktober aufgrund wirtschafts- und sicherheitspolitischer Differenzen des Amtes enthoben.

Der Inselstaat stürzte daraufhin in eine Staatskrise: Sirisena ernannte den umstrittenen früheren Präsidenten Mahinda Rajapaksa zum Premier. Wickremesinghe weigerte sich jedoch, seine Entlassung anzuerkennen. Das Parlament stellte sich mehrheitlich hinter den geschassten Premier. Sein Nachfolger Rajapaksa hingegen konnte bei zwei Misstrauensvoten keine Mehrheit hinter sich versammeln.

Sri Lanka Rückzug des Premierministers Mahinda Rajapaksa (picture-alliance/AP Photo/E. Jayawardena)

Er wolle den Weg freimachen, sagte Mahinda Rajapaksa am Tag seines Rücktritts

Schließlich untersagte das Oberste Gericht Rajapaksa, sein Amt auszuüben, solange er und sein Kabinett nicht ihre Legitimität unter Beweis stellen könnten. Am Freitag hatte sich Staatschef Sirisena dann bereiterklärt, Wickremesinghe wieder in sein Amt einzusetzen, um der Staatskrise ein Ende zu bereiten. Rajapaksa unterzeichnete daraufhin am Samstag nach nur 50 Tagen im Amt sein Rücktrittsschreiben.

jv/ml (dpa, rtr, afp)

Die Redaktion empfiehlt