Spannung an der Bundesliga-Spitze | Sport | DW | 08.12.2019
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Bundesliga

Spannung an der Bundesliga-Spitze

Borussia Mönchengladbach immer noch ganz oben, der FC Bayern so schwach wie lange nicht: In der Fußball-Bundesliga ist in dieser Saison vieles anders als sonst - und die "Emporkömmlinge" werden langsam selbstbewusst.

So eng, so abwechslungsreich und spannend war es schon lange nicht mehr: Nach 14 Spieltagen steht in der Fußball-Bundesliga immer noch Mönchengladbach ganz oben. Das 2:1 gegen den FC Bayern sicherte der Borussia zum achten Mal in Folge den Platz an der Sonne. Gleichzeitig stürzte der Rekordmeister aus München auf Rang sieben ab. Der Rückstand auf die Gladbacher beträgt nun sieben Punkte. So tief stand der FC Bayern zu einem solch späten Zeitpunkt der Saison seit 25 Jahren nicht mehr: In der Spielzeit 1994/95 waren die Münchner nach 14 Spieltagen sogar nur Achter.

Und auch aus einem anderen Grund darf man die aktuelle Tabelle der Bundesliga wohl "historisch" nennen: Vor mehr als zehn Jahren, am 29. November 2009, stand zum letzten Mal nach 14 Spieltagen eine andere Mannschaft auf Rang eins als die beiden "Großen", FC Bayern und Borussia Dortmund: Durch ein 4:0 gegen den VfB Stuttgart verteidigte damals Bayer Leverkusen die Tabellenführung vor Werder Bremen. Damals war es oben auch letztmals so eng wie heute: Die Werkself an der Spitze und den FSV Mainz 05 auf Rang sieben trennten nur sieben Zähler. Seitdem lagen nach 14 Spielen stets mehr Punkte zwischen dem Ersten und dem Siebten - teilweise sogar sehr viel mehr.

Fehlende Konstanz beflügelt die Konkurrenz

Dass es diesmal anders zugeht, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass sowohl Bayern als auch Dortmund öfter gepatzt haben als in den vergangenen Jahren. Bei den Bayern haben die schwachen Ergebnisse sogar schon zu einem Trainerwechsel geführt, beim BVB stand die Entlassung Lucien Favres zumindest kurz bevor. Zwar hat Dortmund zuletzt wieder ein wenig die Kurve gekriegt und auch am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf überzeugend gewonnen, jedoch hat der BVB in dieser Saison noch keine drei Spiele in Folge gewinnen können.

1. Bundesliga | Borussia Mönchengladbach vs Bayern München (2:1) | Marco Rose und Hansi Flick (picture-alliance/dpa/Revierfoto)

Erfolgreich und tiefenentspannt: Gladbachs Trainer Marco Rose (l.) neigt nicht dazu, abzuheben

Gleiches gilt für den FC Bayern - und diese fehlende Konstanz lässt die Konkurrenz langsam selbstbewusster werden: "Das ist ein Zeichen an die Liga, dass wir nicht aufgeben und gegen eine große Mannschaft gewonnen haben", kommentierte Mönchengladbachs Stürmer Breel Embolo den Sieg gegen die Bayern, und sein Trainer Marco Rose legte nach: "Das zeigt, warum wir zu Recht da oben stehen."

Etwas zurückhaltender gab sich Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann, der mit seiner Mannschaft aber ebenfalls konstant spielt und als Tabellenzweiter ein Sechs-Punkte-Polster auf die Münchner hat. "Bayern ist der Primus und es ist schön, ein wenig Vorsprung zu haben", sagte Nagelsmann und gab zu: "Gladbach ist auch sehr stabil."

Wer wird deutscher Meister?

1. Bundesliga | Borussia Mönchengladbach vs Bayern München (2:1) | Enttäuschung (picture-alliance/SvenSimon/F. Hoermann)

Der FC Bayern hat diesmal mehr Konkurrenten als sonst

Eine Stabilität, die dafür sorgen könnte, dass am Ende der Saison zum ersten Mal seit 2012 wieder ein anderer Verein als der FC Bayern deutscher Meister wird. Zwar mussten die Bayern auch im vergangenen Jahr einen Rückstand auf die Spitze aufholen - damals war Borussia Dortmund zwischenzeitlich sogar neun Punkte enteilt. Allerdings, so Bayern-Kapitän Manuel Neuer: "Jetzt ist es eine andere Situation, weil noch mehr Mannschaften oben dabei sind." Noch deutlicher formulierte es Joshua Kimmich: "Wer das jetzt noch nicht begriffen hat, ist komplett auf dem falschen Weg. Und wer glaubt, dass es wieder so wird wie letzte Saison, der ist fehl am Platz."

"Wir müssen schauen, dass wir in der Bundesliga jetzt noch neun Punkte holen, sonst schaut es schattig aus", ordnete FCB-Angreifer Thomas Müller die Lage seines Klubs realistisch ein - allerdings werden die Aufgaben für die Bayern und ihren Trainer Hansi Flick nicht einfacher - zumal mit dem gesperrten Javi Martinez am kommenden Spieltag der nächste Defensivspieler fehlen wird.

Die Münchner spielen bis zur Winterpause noch zu Hause gegen Bremen, anschließend in Freiburg und zum Abschluss vor heimischem Publikum gegen Wolfsburg. Im Normalfall wären das drei Siege für die Bayern. Andererseits: Was ist in dieser Saison bei den Bayern schon normal?

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Am 14. Spieltag blieb zwar Borussia Mönchengladbach an der Tabellenspitze, dafür wechselten die Mannschaften ganz unten in der Tabelle die Positionen: Köln ist nun Letzter, der SC Paderborn kletterte auf Rang 17.

Hier gibt es den gesamten 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga in Bildern:

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