Spaniens Küstenwache rettet fast 700 Bootsflüchtlinge | Aktuell Europa | DW | 30.09.2018
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Migration

Spaniens Küstenwache rettet fast 700 Bootsflüchtlinge

Die Menschen hätten versucht, von Marokko aus die spanische Küste zu erreichen, teilte ein Sprecher mit. Die Flüchtlinge stammen zumeist aus den Staaten des Maghreb und aus Ländern südlich der Sahara.

Spanien Küstenwache gerettete Bootsflüchtlinge (picture-alliance/Zuma/L. Carnero)

Diese Bootsflüchtlinge rette die spanische Küstenwache im Juni

Am Sonntag seien 270 Menschen von sieben Booten auf Schiffe der Küstenwache aufgenommen worden. Unter ihnen seien sieben Babys und Kleinkinder gewesen. Im Verlauf des Samstags seien sogar 405 Menschen gerettet worden, sagte der Sprecher der spanischen Küstenwache.

Neue Flüchtlingsrouten

Spanien ist in diesem Jahr zum Hauptankunftsland von Migranten in Europa geworden. Seit Jahresbeginn kamen dort schätzungsweise 40.000 Flüchtlinge an, die meisten in Booten über das Mittelmeer.

Zuvor war Italien das Hauptankunftsland. Die Migrationswege verlagerten sich allerdings nach Westen, seitdem die italienische Regierung einen harten Anti-Migrations-Kurs fährt.

Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bereits mehr als 1400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Nichtregierungsorganisationen kritisieren, dass die Zahl der Opfer deutlich gestiegen sei, seit Rettungsmissionen durch Italien und andere EU-Staaten verhindert oder stark eingeschränkt werden.

haz/nob (afp)

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