Slowenien legt Widerspruch gegen Spielwertung ein | Sport | DW | 16.01.2018
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Handball-EM

Slowenien legt Widerspruch gegen Spielwertung ein

Das Unentschieden der DHB-Auswahl im zweiten Spiel der Handball-EM gegen Slowenien bekommt ein Nachspiel. Die Slowenen akzeptieren die Niederlage nicht. Unterdessen bekommt das deutsche Team prominente Verstärkung.

Handball-EM Slowenien - Deutschland Spielentscheidender Videobeweis (Reuters/A. Bronic)

Die Schiedsrichter brauchten lange, um zu einer Entscheidung zu kommen - nun folgt der Einspruch Sloweniens

Nach dem abgewiesenen Protest gegen die Wertung des Spiels gegen Deutschland (25:25) hat der slowenische Handballverband Widerspruch eingelegt. "Die Slowenen wollen das Ergebnis mit 25:24 für sich gewertet wissen", sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) am Dienstagabend. "Sie sagen, dass sie ohnehin von den Schiedsrichtern klar benachteiligt worden seien."

Die Führung des DHB berate sich mit Anwälten über den nochmaligen Einspruch. Auf den Widerspruch der Slowenen reagieren muss der DHB laut Hanning aber nicht. Eine EHF-Kommission wird am Mittwoch eine endgültige Entscheidung in der Sache treffen. Die Slowenen schöpften damit ihre rechtliche Möglichkeit eines Einspruchs gegen des von der EHF am Dienstagvormittag getroffene Urteil aus.

Die DHB-Auswahl hatte am Montagabend beim Remis gegen den WM-Dritten nach dem Einsatz des Videobeweises wegen einer Regelwidrigkeit der Slowenen in letzter Sekunde einen Siebenmeter zugesprochen bekommen, den Tobias Reichmann zum Ausgleich verwandelte. Die Slowenen stützen ihren Widerspruch darauf, dass das Foul erst nach dem Abpfiff stattgefunden hat. Ihr erster Protest war von der EHF abgewiesen worden.

Lemke beim Team eingetroffen

Handball EM Finale - Deutschland vs. Spanien Finn Lemke (picture alliance/dpa/J. Wolf)

Groß und defensivstark: Finn Lemke

Unterdessen ist Abwehrchef Finn Lemke nach seiner Nachnominierung für die EM im deutschen Teamhotel in Zagreb angekommen. Nach der Abreise aus dem Winter-Trainingslager seines Vereins MT Melsungen auf Fuerteventura flog der 2,10 Meter große Defensivspezialist über Wien und landete am Abend in der kroatischen Hauptstadt. "Es hat alles ein bisschen länger gedauert heute. Von daher bin ich jetzt einfach nur froh, hier zu sein", sagte der 25-Jährige. "Ich freue mich jetzt, noch allen Hallo zu sagen, und dann geht es ab ins Bett."

Bundestrainer Christian Prokop hatte den Europameister erst am frühen Dienstagmorgen über seine Entscheidung informiert, nachdem er ihn zuvor nicht in seinen 16er-Kader für das Turnier berufen hatte. Lemke soll die zuletzt schwächelnde deutsche Abwehr im abschließenden Gruppenspiel am Mittwoch gegen Mazedonien (18.15 Uhr MEZ) stabilisieren. Das Ziel sei es, dieses Match zu gewinnen, sagte Lemke. "Eine andere Zielsetzung gibt es nicht." Für Lemke rutscht Bastian Roscheck aus dem Kader.

asz (sid, dpa)

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