Google-Logo erinnert an Schauspiellegende Romy Schneider | Filme | DW | 23.09.2020
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Google Doodle

Google-Logo erinnert an Schauspiellegende Romy Schneider

"Sissi" machte Romy Schneider zum Superstar, ihr Leben war von Schicksalsschlägen überschattet. Das heutige Google Doodle ehrt die berühmte Schauspielerin.

Wer heute seine Suchmaschine öffnet, dem blickt die weltberühmte Schauspielerin Romy Schneider entgegen. Heute wäre sie 82 Jahre alt geworden – deswegen erinnert Google mit seinem Logo an die gebürtige Wienerin, die in der Rolle der Kaiserin von Österreich die Kinos und die Herzen der Menschen eroberte.

Doodles: Erinnerung an berühmte Menschen und Ereignisse 

Mit teils animierten Veränderungen des Logos, sogenannten "Doodles", erinnert Google zu besonderen Anlässen an berühmte Persönlichkeiten oder Ereignisse der Geschichte. Seit dem Jahr 2000 sind schon über 4000 solcher Doodles entstanden, die Ideen für die teils animierten Bildchen kann jeder Internetnutzer einbringen. Anstelle des Google-Logos waren so schon kleine Animationen von Albert Einstein, der Mondlandung, aber auch der Schauspielerin Anna May Wong zu sehen. Und nun eben auch von Romy Schneider, die erst 17 Jahre alt war, als sie mit der "Sissi-Trilogie" zum Publikumsliebling wurde.

Romy Schneider, die mit bürgerlichem Namen Rosemarie Magdalena Albach hieß, stand fortan im Scheinwerferlicht, tanzte auf Filmbällen, jeder ihrer Schritte wurde von der Öffentlichkeit und der Boulevardpresse verfolgt. Irgendwann wurde ihr alles zu viel und sie flüchtete mit 20 Jahren mit ihrem damaligen Freund Alain Delon nach Frankreich, wo sie nach und nach als profilierte Charakterschauspielerin Fuß fasste. Mit Filmen wie "Der Prozeß" und "Der Swimmingpool" wurde sie in Frankreich und ganz Europa sowie zeitweise sogar in den USA zur Ikone und anerkannten Schauspielerin.

Filmstill Trio Infernal: Romy Schneider in blonder Perücke und mit Zigarette (Imago/United Archives)

Romy Schneider als Philomene Schmidt in der Schwarzen Komödie "Trio Infernal" von Regisseur Francis Girod.

Vom Unglück verfolgt

Doch der internationale Erfolg machte sie nicht glücklich. Ihre Beziehungen waren nie von langer Dauer, und die deutsche Boulevardpresse verschmähte die Schauspielerin, die sich in der deutschen Filmbranche nie wieder richtig behaupten konnte. Von dem schrecklichen Unfalltod ihres damals 14-jährigen Sohnes im Juli 1981 erholte sie sich nie wieder. Ein Jahr später, mit nur 43 Jahren, starb Romy Schneider in ihrer Wahlheimat Paris - vermutlich an Herzversagen, aufgrund von Tablettenmissbrauch und Alkohol. Heute bleibt sie als zerrissene Film-Ikone in Erinnerung, die in ihren Filmen glänzte, deren Leben aber von Unglück und privaten Tragödien überschattet war.  

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