Siemens will Nigerias Stromversorgung verbessern | Aktuell Afrika | DW | 22.07.2019
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Westafrika

Siemens will Nigerias Stromversorgung verbessern

Ein entsprechendes Abkommen zum Ausbau des maroden nigerianischen Stromnetzes hat Siemens-Chef Joe Kaeser in Abuja unterzeichnet. Langfristiges Ziel ist der Ausbau der Produktions- und Netz-Kapazität auf 25.000 Megawatt.

Siemens und Nigerias Regierung vereinbaren Plan zur Elektrifizierung (New Media Unit, Presidency of Nigeria)

Präsident Buhari und Siemens-Chef Kaeser besiegeln den Plan

Die "verlässliche" Stromversorgung des Landes solle mit Unterstützung des deutschen Konzerns bis 2023 fast verdreifacht werden, kündigte Staatspräsident Muhammadu Buhari nach einem Treffen mit Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser in der Hauptstadt Abuja an. Er habe mit Siemens einen Weg vereinbart, wie Nigeria zu diesem Ziel gelangen könne. Ob und in welcher Höhe sich Siemens an dem Netzausbau finanziell beteiligen will, sagte Buhari nicht.

Zeitplan zur umfassenden Elektrifizierung Nigerias

"Das Projekt umfasst eine sehr präzise Roadmap und wird sowohl von der deutschen als auch der nigerianischen Regierung unterstützt", sagte Kaeser der DW. Da Siemens sich in sämtlichen Bereichen der Stromerzeugung auskenne, auf konventionelle Art und mit erneuerbaren Energien sowie bei der Übertragung der Leistung in die Stromnetze, sei der Konzern ein idealer Partner, führte der Konzernchef weiter aus.

Laut Buhari soll bis 2021 mit Hilfe von Siemens bei der Stromversorgung eine verlässliche Leistung von 7000 und bis 2023 von 11.000 Megawatt erreicht werden. Derzeit kommen laut Buhari bei den Verbrauchern im Schnitt nur 4000 Megawatt an, weil das staatliche Stromnetz überlastet ist. Als langfristiges Ziel für den Ausbau der Produktions- und Netz-Kapazität nannte Buhari eine Leistung von 25.000 Megawatt.

Stromversorgung in Afrika (picture-alliance/dpa/A. Jallanzo)

Stromversorgung in Afrika

Grundsätzlich könnte Nigeria bereits heute mehr als 13.000 Megawatt Strom produzieren. Allerdings würde unter Volllast, wenn alle Kraftwerke im Land mit kompletter Leistung liefen, das Netz zusammenbrechen. Deshalb sind Unternehmen und Haushalte auf teure brennstoffgetriebene Stromaggregate angewiesen.

Die schlechte Netz-Infrastruktur wird vielfach als Grund für das gebremste Wachstum von Afrikas größter Volkswirtschaft genannt. Nigeria ist mit knapp 200 Millionen Einwohnern Afrikas bevölkerungsreichstes Land. Rund 80 Millionen Menschen haben laut Weltbank zu Hause keinen Stromanschluss.

qu/kle (rtr, dpa, dw haussa)