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Showdown in der Bundesliga

15. Mai 2023

Spannung pur im Bundesliga-Finale: Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison ist es so spannend wie lange nicht mehr. Weder die Meisterschaft ist geklärt noch steht fest, wer absteigen muss.

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Dortmunds Nico Schlotterbeck (l.) im Kopfball-Zweikampf mit Bayerns Matthijs de Ligt
Bayern und Dortmund liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die MeisterschaftBild: Sascha Walther/Eibner/IMAGO

Am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga können bereits einige Entscheidungen fallen. Die Partien des 33. Spieltags werden dabei weiterhin von Freitag bis Sonntag aufgeteilt. Erst am letzten Spieltag treten alle 18 Mannschaften zeitgleich am Samstag um 15.30 Uhr an. Und so muss zum Beispiel Dortmund auch am 33. Spieltag wieder nachziehen, wie schon am 31. und 32. Spieltag. Die Ausgangslage im Überblick:

Meisterschaft

FC Bayern München, Borussia Dortmund

Zwei Vereine sind noch im Titelrennen. Vor dem 33. Spieltag hat Spitzenreiter und Serienmeister FC Bayern München seine Nase mit 68 Punkten vorn, doch der Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund (67) beträgt gerade einmal einen Punkt.

Und der nächste Gegner lautet RB Leipzig, Tabellen-Dritter und im Hinspiel immerhin mit einem 1:1 gegen die Bayern. Ein erneutes Unentschieden gegen die Bayern könnte den Dortmundern helfen, bei einem eigenen Sieg gegen den FC Augsburg die Tabellenführung zu übernehmen. Dann fiele die Meisterschafts-Entscheidung erst am letzten Spieltag, wenn die Münchener beim 1. FC Köln antreten und der BVB zu Hause den FSV Mainz 05 empfängt.

Sollten allerdings die Bayern gegen Leipzig gewinnen und der BVB verlieren, stünde der Titelverteidiger schon am vorletzten Spieltag als Meister fest. "Wir brauchen die Hilfe, so ehrlich müssen wir sein. Alleine werden wir es nicht mehr schaffen", betonte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl. 

Champions League

Bayern, Dortmund, Leipzig, Union Berlin, SC Freiburg

Die Bayern und Dortmund haben ihre Champions-League-Plätze sicher. Dahinter hat Leipzig als Dritter mit 60 Punkten die besten Chancen auf einen der zwei verbleibenden Champions-League-Plätze. Dahinter folgen Union Berlin (59) und der SC Freiburg (56), der allerdings die 2:4-Niederlage vom vergangenen Spieltag im direkten Duell gegen Union verkraften muss und mit Abstand die schlechteste Ausgangslage hat.

Leipzigs Kevin Kampl (M) jubelt mit seinen Teamkollegen Daniel Olmo Carvajal (l) und Mohamed Simakan (r).
Sichert sich RB Leipzig ausgerechnet gegen die Bayern die Königsklasse?Bild: Tom Weller/dpa/picture alliance

Sollten die Leipziger gegen die Bayern am 33. Spieltag gewinnen, ziehen sie vorzeitig in die Königsklasse ein. Ein Unentschieden reicht ebenfalls, sollte Freiburg gegen den VfL Wolfsburg nicht gewinnen. Von einer Freiburger Niederlage würde der 1. FC Union Berlin profitieren: Sollte er dann gegen die TSG Hoffenheim mindestens einen Punkt holen, wäre er für die Champions League qualifiziert.

Europa League und Conference League

Freiburg, Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen, Eintracht Frankfurt, FSV Mainz 05 

Die Entscheidung darüber, welche Teams sich für die Europa League und Conference League qualifizieren, ist kompliziert und hängt vom Abschneiden dreier Teams in anderen Wettbewerben ab: Bayer Leverkusen in der Europa League sowie Leipzig und Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal. Sicher ist, dass sich der Tabellen-Achte der Liga nicht für den Europapokal qualifizieren wird.

Zweikampf von Leverkusens Exequiel Palacios (l.) mit Roms Edoardo Bove (r.) im Halbfinale der Europa League
Spielt Bayer Leverkusen auch kommende Saison international?Bild: Gregorio Borgia/AP Photo

Aktuell liegt Freiburg (56) auf dem Europa-League-Platz 5, der VfL Wolfsburg (49) auf dem Platz für die Play-offs der Europa Conference League. Leverkusen (ebenfalls 49) und Frankfurt (46) folgen auf den Plätzen sieben und acht, auch Mainz (45) hat theoretisch noch Chancen auf das internationale Geschäft.

Abstiegskampf

Werder Bremen, FC Augsburg, TSG Hoffenheim, VfL Bochum, FC Schalke 04, VfB Stuttgart, Hertha BSC

Sieben Mannschaften bangen noch um den Klassenerhalt. Beim Tabellen-Zwölften Werder Bremen (35) mit seinem komfortablem Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz müsste allerdings schon vieles schieflaufen - ebenso beim 13. FC Augsburg (34), der allerdings zunächst noch den titelhungrigen BVB zu Gast hat. Die schlechtesten Aussichten haben der Tabellenletzte Hertha trotz der erneuten Rückkehr  von Trainer Pal Dardai und der Vorletzte Stuttgart, die beide am 33. Spieltag bereits absteigen könnten.

Hoffenheim (32) und Bochum (32) stehen hauchdünn vor dem Relegationsplatz, den aktuell der FC Schalke 04 (30) belegt. Bochum könnte mit einem Sieg gegen Schlusslicht Hertha (25) einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenverbleib machen und damit die Berliner zugleich in die Zweitklassigkeit befördern. Hierzu würde auch schon ein Remis genügen. 

Der Abstieg des VfB Stuttgart stünde fest, sollte er gegen Mainz verlieren und seine Konkurrenten Schalke (gegen Frankfurt), Bochum und Hoffenheim (gegen Union) gewinnen.