Showdown in Brasilien - Kugeln, Korruption und Kandidaten | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 09.10.2018
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Showdown in Brasilien - Kugeln, Korruption und Kandidaten

Wahlen 2018 in Brasilien. Der ultrarechte Kandidat Jair Bolsonaro will Präsident werden. Steht für eine knallharte Law & Order-Politik. Politisch ist Brasilien gespalten. Doch kann Bolsonaro sich gegen den linken Rivalen Fernando Haddad durchsetzen?

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Der Kandidat Jair Bolsonaro - ein Rechtsaußen - steht für eine knallharte Law & Order-Politik. Erst schießen, dann fragen. "Trump der Tropen" nennen sie ihn. Ein Populist durch und durch. Der Ex-Fallschirmspringer, der die Folterknechte der Militärdiktatur verehrt und immer wieder durch frauenfeindliche, rassistische und homophobe Kommentare auffällt. So extrem, dass selbst Donald Trump daneben wie ein braver Musterschüler wirkt. Bolsonaro wird unterstützt von wütenden Brasilianern, die Angst haben vor der Gewalt im Land und vor dem persönlichen wirtschaftlichen Abstieg. Und von den Agrar-Baronen und Industriellen, die das Land längst unter sich aufgeteilt haben. Die Wahl gilt jetzt schon als historisch. Der aussichtsreichste Kandidat - Ex-Präsident Lula da Silva - sitzt aufgrund einer Verurteilung wegen Korruption und Geldwäsche im Gefängnis und wollte trotzdem antreten, ein Gericht stoppte seine Kandidatur. Trotzdem ist Lula da Silva wahlentscheidend. Er genießt die Sympathien vieler brasilianischer Wähler, die nun dem Ersatzkandidaten Fernando Haddad zugute kommen. Bei der Stichwahl könnten am Ende die Stimmen der Frauen entscheidend sein. Politisch ist Brasilien gespalten. Auslandskorrespondent Matthias Ebert trifft auf Menschen, die versuchen zu überleben. Manche wütend, die meisten verzweifelt. Optimisten fand er selten auf seinen Reisen durch Brasilien.