Sex-Skandal - Google feuert Mitarbeiter | Aktuell Amerika | DW | 25.10.2018
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USA

Sex-Skandal - Google feuert Mitarbeiter

In einer Affäre um mutmaßliche sexuelle Belästigung hat der Internetriese Google zahlreiche Mitarbeiter entlassen, darunter eine Reihe von Managern. Die Vorfälle sollen lange vertuscht worden sein.

Nach eigenen Angaben hat der US-Internetkonzern in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 48 Mitarbeiter wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung entlassen. Unter ihnen seien 13 Führungskräfte gewesen. Unternehmenschef Sundar Pichai informierte die Belegschaft laut Agenturangaben per E-Mail darüber. Die Namen der wegen solcher Vorwürfe Entlassenen nannte er nicht. Er bestritt aber, dass die gefeuerten Google-Angestellen Abfindungen erhalten hätten.

Auch zum früheren Top-Manager Andy Rubin, der im Jahr 2014 aus dem Unternehmen ausgeschieden war, machte Pichai keine Angaben. Der 55-Jährige gilt als der maßgebliche Erfinder von Android, dem meistgenutzten Smartphone-Betriebssystem der Welt. Die "New York Times" hatte kurz zuvor berichtet, Rubin habe den Konzern wegen des Verdachts des sexuellen Fehlverhaltens verlassen müssen. Er soll eine Mitarbeiterin auf einem Hotelzimmer zum Oralsex gezwungen haben. Trotz der im Raum stehenden Vorwürfe sei für ihn ein Abfindungspaket in Höhe 90 Millionen Dollar (79 Millionen Euro) geschnürt worden. Die letzte Rate der Abfindung stehe im November an.

Google CEO Sundar Pichai (picture-alliance/San Diego Union-Tribune/TNS/J. Gibbins)

In Erklärungsnot - Google-Chef Sundar Pichai

In den vergangenen Jahren habe die Google-Konzernleitung die Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens noch gegen zwei weitere leitende Angestellte unter den Teppich gekehrt, berichtete die "New York Times" weiter. Google-Chef Pichai versicherte, sein Unternehmen verfolge gegen sexuelle Übergriffe "eine immer härtere Linie". Google sei ernsthaft daran interessiert sicherzustellen, den Mitarbeitern einen Arbeitsplatz zu bieten, an dem es keine sexuelle Belästigung gebe. Jede einzelne Beschwerde über unangemessenes sexuelles Verhalten werde überprüft.

qu/wa (afp, ape)

 

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