Sex an der Grenze - Käufliche Liebe in La Jonquera | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 05.03.2018
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Sex an der Grenze - Käufliche Liebe in La Jonquera

Paradise, das größte Bordell Europas liegt im Norden Spaniens. Seitdem Frankreich die Gesetze gegen Prostitution verschärft hat, gilt das Grenzdorf La Jonquera als Spielwiese für Sextouristen aus dem Nachbarland. Sehr zum Unbehagen der Einheimischen.

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Innerhalb weniger Jahre hat sich ein kleines Dorf zu einem wahren Zentrum für Prostitution in Nordspanien entwickelt. La Jonquera ist Haltepunkt des europäischen Lastwagen-Fernverkehrs und nur einen Katzensprung von Frankreich entfernt. Es beherbergt heute zahlreiche Bordelle und einen großen Straßenstrich - imit Straßenprostitution und Bordellen. „Es ist ein Problem für das ganze Land“, sagt Sònia Martínez Juli, die Bürgermeisterin von La Jonquera: „Das erste, was die Leute sehen, wenn sie nach Spanien kommen, sind die Prostituierten.“ Der Besitzer des „Paradise“, verteidigt sein Unternehmen erwartungsgemäß, während ein waschechter „Hurensohn“, der Spanier Dani Farled, das Gewerbe aus Lebenserfahrung kritischer sieht. Seine Mutter war jahrelang selbst Prostituierte in La Jonquera, sein Vater war ihr Zuhälter. Er selbst verdient heute sein Geld als Tätowierer im Milieu und stört sich an der Rücksichtslosigkeit vieler Freier. Französische Sextouristen, die hier 90 Prozent der Kundschaft ausmachen, erzählen freimütig, warum sie hierherkommen, und eine rumänische Straßenhure erklärt, warum für sie Spanien als Arbeitsplatz so attraktiv ist. Spanien sei auf dem besten Weg, das Thailand Europas zu werden, hat eine neue Studie der Madrider Universität Comillas befunden: Was die Zahl der Prostituierten angeht, sei das Land bereits Spitze in Europa.