Sevilla gewinnt Europa League | Fußball | DW | 14.05.2014
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Fußball

Sevilla gewinnt Europa League

Der FC Sevilla freut sich über den Titel in der Europa League. In einem spannenden Spiel fällt die Entscheidung erst im Elfmeterschießen. Lissabon kann einen Fluch nicht besiegen.

Nach 2006 und 2007 gewinnt der FC Sevilla erneut den Titel in der Europa League. Gegen Benfica Lissabon siegten die Spanier in Turin mit 4:2 im Elfmeterschießen. In der regulären Spielzeit und in der Velängerung waren keine Tore gefallen. Für die Portugiesen dagegen geht der "Guttmann-Fluch" weiter: Auch im achten Finale eines europäischen Turniers schaffen sie keinen Sieg. Im Jahre 1962 hatte der ungarische Trainer Bela Guttmann nach seinem Rauswurf in Lissabon prophezeit, dass Benfica in den nächsten 100 Jahren keinen europäischen Titel gewinnen werde.

Schiedsrichter Brych im Mittelpunkt

Vor knapp 40.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Turin agierten beide Teams zunächst vorsichtig. Das Spiel fand größtenteils im Mittelfeld statt, Torraumszenen waren Mangelware. Nach einigen vorsichtigen Vorstößen, musste Benfica in der 24. Minute einen ersten Rückschlag hinnehmen: Miralem Sulejmani verließ verletzt das Spielfeld. Der Stürmer war zuvor hart gefoult worden, für ihn kam André Almeida in die Partie.

Schiedsrichter Felix Brych hatte die Partie gut im Griff, musste aber in der ersten halben Stunde gleich dreimal eine Verwarnung aussprechen. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde die Begegnung zur Freude der Zuschauer etwas unterhaltsamer. Die erste gute Chance hatte Sevillas Alberto Moreno, der mit seinem Fernschuss aber an Lissabons Schlussmann Jan Oblak scheiterte (37. Minute). Auf der anderen Seite konnte sich Torhüter Beto auszeichnen, der gegen Maxi Pereira glänzend parierte (45.+1).

Reyes mit Doppelchance

Zwischen dem FC Sevilla und Benfica Lissabon fallen in der regulären Spielzeit keine Tore. (Foto: Getty)

Zwischen dem FC Sevilla und Benfica Lissabon fallen in der regulären Spielzeit keine Tore

Nach nur drei gespielten Minuten im zweiten Durchgang kamen die Portugiesen gefährlich vor das Tor der Andalusier, konnten das Spielgerät jedoch nicht über die Torlinie bringen. In der 52. Minute war es dann Sevillas Jose Antonio Reyes, der den Ball knapp am Gehäuse vorbeilegte. Nur kurze Zeit später war es erneut der Spanier, dieses Mal war Oblak zur Stelle (61.). Die Partie verflachte in der Folge wieder ein wenig, bis Lima sich ein Herz nahm und den Ball aus 20 Metern in Richtung Beto schoss, der aber sicher parieren konnte (84.). Kurz danach köpfte Ezequiel Garay knapp über das Tor der Spanier (85.).

Es ging in die Verlängerung, in der Sevillas Carlos Bacca nach einem Konter die Riesenchance zur Führung hatte (102.). Auch die zweite gute Möglichkeit gehörte dem Team von Trainer Unay Emery: Der Schuss des eingewechselten Kevin Gameiro landete aber nur am Außennetz (110.). Die Luft war nun raus, zahlreiche Krämpfe und Verletzungen bestimmten das Geschehen. Es blieb beim 0:0, die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Im letzten Akt des Europa-League-Finales zeigte der FC Sevilla die besseren Nerven. Gameiro verwandelte den entscheidenden Elfmeter, nachdem Lissabon zuvor zweimal verschossen hatte.