Serbien: Warum schmatzende Schweine die Landwirtschaft ankurbeln | Global Ideas | DW | 10.07.2018
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Global Ideas

Serbien: Warum schmatzende Schweine die Landwirtschaft ankurbeln

In Serbien schmatzen die Schweine genüsslich im Wald. Davon haben die Tiere was, die Biodiversität und natürlich die Hirten. Das hat auch die Regierung erkannt. Sie sieht die Zukunft in landwirtschaftlichen Traditionen.

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Serbien: Hausschweine im Wald

Projektziel: Förderung traditioneller Landwirtschaft (u.a. Schweinehaltung im Wald), um die Artenvielfalt in der Region zu steigern und das Wassermanagement zu verbessern.
Projektumfang: Insgesamt 17.000 Hektar staatliche Forstfläche, die vor zu intensiver Nutzung geschützt wird - so entstehen Flutungsgebiete, die Hochwasser oder Dürren ausbalancieren sollen.
Projektpartner: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Serbisches Ministerium für Landwirtschaft und Umweltschutz, Institut für Naturschutz Novi Sad.
Projektbudget: 3,5 Mio €

Milutin Ajvasović ist noch ein echter Schweinehirt, der seinen Hof in serbischer Kleinbauern-Tradition an der Grenze zu Kroatien bewirtschaftet. Alles kommt aus einer Hand, geschlachtet wird auf dem Hof, viel läuft über Tauschgeschäfte und produziert wird vor allem für den Eigenbedarf. Weil das Fleisch hochwertig ist, könnten die Traditionszüchter sich als Bio-Bauern zertifizieren lassen, doch bisher ist das Interesse an Bio-Produkten im heimischen Markt gering. In dieser Art der Landwirtschaft könnte dennoch die Zukunft liegen, findet die Regierung. Das Land will in die EU und Bio-Produkte sind in der Europäischen Union gefragt. Hinzu kommt, dass Landwirtschaft der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Serbien ist. Hier greifen viele Aspekte ineinander, denn auch die Natur hat etwas davon, wenn die Schweine im Wald unterwegs sind: Die Tiere düngen den Boden, sie graben ihn um und machen ihn so aufnahmefähiger für Wasser.

Ein Film von Holger Trzeczak

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