Separatisten attackieren Luxushotel in Pakistan | Aktuell Asien | DW | 11.05.2019
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Terrorismus

Separatisten attackieren Luxushotel in Pakistan

Ein bewaffnetes Kommando hat in der pakistanischen Hafenstadt Gwadar ein Fünf-Sterne-Hotel gestürmt. Es kam zu stundenlangen Schusswechseln mit der Polizei. Fünf Menschen wurden getötet.

Nach Angaben des pakistanischen Militärs kam zunächst ein Wachmann des Hotels ums Leben, später wurden alle vier mutmaßliche Terroristen getötet. Die Gäste des vor allem bei pakistanischen Geschäftsleuten und Ausländern beliebten Hotels seien frühzeitig evakuiert worden, hieß es.

Die bewaffneten Männer hätten die Wachmänner zunächst am Eingang des Hotels mit Handgranaten attackiert, die anschließenden Feuergefechte hätten mehrere Stunden lang gedauert, so das Militär. Die bewaffneten Männer seien zwischenzeitlich im Hotel von Sicherheitskräften umzingelt und später getötet worden. Den Angreifern sei die Munition ausgegangen.

Separatisten bezichtigen sich

Zu der Attacke bekannte sich die separatistische Baluchistan-Befreiungsarmee, die die Abspaltung der größten pakistanischen Provinz im Südwesten des Landes anstrebt. Baluchistan grenzt an Afghanistan und den Iran und gilt als Unruheprovinz Pakistans. Radikal-islamische Taliban sind dort aktiv, sunnitische Extremisten verüben Anschläge auf schiitische Muslime. Zudem greifen Rebellen, die für eine Autonomie oder Unabhängigkeit der Provinz kämpfen, regelmäßig Sicherheitskräfte und auch chinesische Infrastrukturprojekte an.

Der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan (Foto: picture-alliance/AA/Iranian Presidency)

Der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan

Der Tiefseehafen Gwadar in Baluchistan ist das Endziel einer Handelsstraße, die China in Pakistan baut. Im Rahmen des sogenannten Seidenstraßen-Projekts investiert China rund 62 Milliarden Dollar in das Energie- und Verkehrswesen Pakistans. Dessen Premierminister Imran Khan verurteilte die Attacke auf das Hotel dann auch als Sabotageakt. Es handele sich um einen Versuch, "unsere Wirtschaftsprojekte und unseren Wohlstand zu sabotieren", erklärte Khan. "Wir werden aber nicht zulassen, dass diese Pläne Erfolg haben." Erst vor rund drei Wochen hatten Unbekannte in Baluchistan mindestens 14 Menschen getötet. Diese waren in einem Bus von mehr als zwölf bewaffneten Männern in Militäruniform in der Region Makran überfallen worden.

kle/wa (dpa, afp, ape)

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