Selbstmordattentat an Tankstelle in Dschalalabad | Aktuell Asien | DW | 10.07.2018
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Afghanistan

Selbstmordattentat an Tankstelle in Dschalalabad

Die ostafghanische Stadt Dschalalabad war in den vergangenen Monaten mehrfach Ziel von schweren Anschlägen. Jetzt haben Terroristen dort erneut zugeschlagen. Mindestens zwölf Menschen wurden getötet.

Der Attentäter kam zu Fuß. Abgesehen hatte er es offenbar auf einen Posten des afghanischen Geheimdienstes in Dschalalabad. Gegen 10 Uhr Ortszeit zündete er seinen Sprengsatz in der Nähe einer Tankstelle. "Ich habe einen riesigen Feuerball gesehen, der Menschen von sich weg geschleudert hat. Sie haben gebrannt", sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP.

IS reklamiert die Tat für sich

Bei dem Selbstmordanschlag in der ostafghanischen Stadt wurden mindestens zwölf Menschen getötet: zehn Zivilisten und zwei Geheimdienstmitarbeiter. Vier Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. "Die meisten Opfer sind Kinder, die in einer Waschstraße in der Nähe des Tatorts arbeiteten", teilte Shrab Kaderi vom Gemeinderat mit.

Ermittlungen am Anschlagsort in Dschalabad (Reuters/Parwiz)

Ermittlungen am Anschlagsort in Dschalabad: Der Täter kam zu Fuß

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) übernahm die Verantwortung für den Anschlag. In der Provinz Nangarhar und der Provinzhauptstadt Dschalalabad sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch der IS aktiv.

Anschlagsserie in Dschalalabad

Erst vor zehn Tagen hatte ein Selbstmordattentäter in Dschalalabad 19 Menschen getötet und 21 verletzt - die meisten waren Angehörigen der kleinen afghanischen Sikh-Gemeinde. Auch in diesem Fall rühmte sich der "Islamische Staat" der Tat.

Leidtragend ist immer wieder die afghanische Bevölkerung: Nach UN-Angaben wurden im vergangenen Jahr bei Gefechten und Anschlägen mehr als 10.000 Zivilisten getötet oder verletzt.

AR/sti [afp, dpa, rtr, ap]

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