Selbstmordanschläge erschüttern Tunis | Aktuell Afrika | DW | 27.06.2019
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Terror in Nordafrika

Selbstmordanschläge erschüttern Tunis

Innerhalb weniger Stunden sprengen sich zwei Selbstmordattentäter in der tunesischen Hauptstadt in die Luft. Mehrere Menschen werden verletzt. Ziele: ein Touristenboulevard und eine Polizeistation.

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Tunesiens Hauptstadt von Anschlägen erschüttert

Wie das tunesische Innenministerium mitteilte, sprengte sich ein erster Attentäter im Stadtzentrum auf der zentralen Prachtstraße Bourguiba (Artikelbild) nahe der französischen Botschaft und der historischen Altstadt in die Luft, ein zweiter Attentäter nahe einer Polizeistation im Stadtteil Al-Gorjani.

Fotos vom Tatort zeigten einen zerstörten Polizeiwagen und einen zerfetzten Körper des mutmaßlichen Attentäters. Neben zwei Polizisten seien drei Passanten verletzt worden. Kurz darauf sprengte sich ein zweiter Attentäter nahe der Polizeistation im Stadtteil Al-Gorjani in die Luft. Dort befindet sich eine Anti-Terror-Einheit der Sicherheitskräfte. Bei dem Anschlag wurden vier Polizisten nach Angaben des Innenministeriums verletzt.

Immer wieder kritische Lage

Erst im vergangenen Oktober hatte sich ebenfalls auf der zentralen Prachtstraße Bourguiba eine Attentäterin nahe einem Polizeiauto in die Luft gesprengt und mehr als 20 Menschen verletzt. Nach schweren Anschlägen im Jahr 2015 hatte sich die Sicherheitslage in dem bei Touristen beliebten Land wieder verbessert. Im vergangenen Jahr kamen auch wieder mehr Reisende in das nordafrikanische Land. Europäische Länder lockerten ihre Reisehinweise. In diesem Jahr finden in Tunesien Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt.

cgn/sti (afp, dpa)

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