Sechseinhalb Jahre Haft für Yamen A. | Aktuell Deutschland | DW | 30.11.2018
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Terrorismus

Sechseinhalb Jahre Haft für Yamen A.

Das Oberlandesgericht Hamburg verurteilte den Syrer wegen Vorbereitung eines islamistischen Terroranschlags. Yamen A. war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen.

"Sie wollten eine Straftat gegen das Leben begehen, die geeignet ist, den Bestand und die Sicherheit des Staates zu gefährden", sagte die Vorsitzende des Hamburger Staatsschutzsenats, Ulrike Taeubner, an den Angeklagten Yaman A. gerichtet. Der 20-Jährige, der vor gut einem Jahr in Schwerin festgenommen worden war, habe sich alle Bestandteile und Chemikalien zum Bau eines Sprengsatzes besorgt. Mehrfach habe er sich bei Chatpartnern nach Anleitungen zum Bombenbau erkundigt. Er habe auch mehrmals versucht, den Sprengstoff TATP herzustellen. Hartnäckig und zielstrebig habe er sein Ziel, beim Anschlag mit einer Autobombe zahlreiche Menschen zu töten, bis zu seiner Festnahme verfolgt.

Letztlich ging das Oberlandesgericht sogar noch über den Strafantrag der Bundesanwaltschaft, die fünfeinhalb Jahre Haft gefordert hatte, hinaus. Das Urteil: sechs Jahre und sechs Monate Gefängnis für Yamen A.

Anhänger des IS

Nach Erkenntnissen der Ermittler war der Angeklagte 2015 auf Anweisung seiner Eltern aus Syrien nach Deutschland geflüchtet, um der Einberufung zum Militär zu entgehen. In Schwerin wohnte er zunächst in einer Wohngemeinschaft mit anderen jungen Flüchtlingen, später dann allein. Spätestens ab Sommer 2017 habe er sich über das Internet radikalisiert und die Ideologie der Terrororganisation "Islamischer Staat" befürwortet, heißt es. Der Verteidiger von Yamen A. hatte auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

wa/ehl (dpa)

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