Schweres Erdbeben erschüttert Philippinen | Aktuell Asien | DW | 29.10.2019
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Philippinen

Schweres Erdbeben erschüttert Philippinen

Erst vor knapp zwei Wochen hatte ein Erdbeben im Süden des Landes die Menschen traumatisiert und vertrieben. Jetzt sorgt ein noch stärkeres Beben für Angst und Schrecken. Es gab mehrere Tote.

Philippinen Erdbeben (Reuters/Jaypee Catalan )

Zerstörte Stadthalle von Mabini, rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila

Bei dem Erdbeben im Süden der Philippinen kam mindestens zwei Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Ein 15-Jähriger wurde von herabfallenden Trümmern erschlagen, während er versuchte, aus seiner Schule in der Stadt Magsaysay zu fliehen. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Karte Erdbeben Philippinen DE

Nach Angaben des Seismologischen Instituts Phivolcs hatte das Beben eine Stärke von 6,6 und dauerte bis zu einer Minute. Dabei wurden Häuser, mehrstöckige Gebäude und Klassenzimmer zerstört. Erneut war eine Region betroffen, in der erst vor knapp zwei Wochen ein Erdbeben Hunderte Menschen vertrieben hatte. Mehrere Menschen starben damals, mehr als 200 wurden verletzt.

Anwohner dürfen vorerst nicht in Häuser zurückkehren

Das Epizentrum des aktuellen Erdbebens lag in der Provinz Cotabato, knapp 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. In der Schule, in der der Junge ums Leben kam, wurden mehrere andere Kinder verletzt.

Philippinen Erdbeben (picture-alliance/AP Photo)

Anwohner sollen vorerst im Freien bleiben

Viele Menschen flohen in Panik aus Gebäuden. In manchen Orten fiel der Strom aus. Der Leiter des Seismologischen Instituts, Renato Solidum, sagte, vermutlich gebe es einen Zusammenhang zwischen dem neuen Beben und dem Beben Mitte Oktober. Damals wurde eine Stärke von 6,3 gemessen. Wegen möglicher Nachbeben empfahl Solidum den Anwohnern, zunächst einmal im Freien zu bleiben. Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort ereignen sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit.

bri/jj ( dpa, afpe)