Schweres Busunglück in Hongkong | Aktuell Welt | DW | 10.02.2018
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Aktuell Welt

Schweres Busunglück in Hongkong

Ein Doppeldecker-Bus ist in der chinesischen Finanzmetropole umgekippt und gegen eine Laterne geprallt. 18 Menschen sind tot. Überlebende Fahrgäste erheben schwere Vorwürfe gegen den Fahrer.

Hongkong Busunglück (Reuters)

mindestens 18 Menschen kamen offenbar bei Umsturz dieses Doppeldecker-Busses in Hongkong ums Leben

Der Bus stürzte im Vorort Tai Po auf die Seite, schlitterte über den Boden und wurde von einem Laternenmast gestoppt. Bilder von der Unglücksstelle zeigen, dass bei dem Aufprall das Dach des Busses teilweise abgerissen wurde.

Nach Polizeiangaben starben mindestens 15 Männer und drei Frauen. Viele weitere Insassen sind verletzt. Bergungskräfte mussten die überlebenden Passagiere aus dem Wrack befreien. Noch ist nicht bekannt, ob auch Ausländer unter den Opfern sind. 

Überlebende Fahrgäste berichten von überhöhter Geschwindigkeit. Der Fahrer habe aufs Tempo gedrückt, nachdem sich Fahrgäste über Verspätung beschwert hätten, berichtet das Nachrichtenportal "Apple Daily". Der Bus sei "sehr viel schneller als üblich gefahren", sagte ein Passagier der "South China Morning Post". Die Leute seien übereinander gefallen und von einer auf die andere Seite geworfen worden, als der Bus umstürzte.

Der Busfahrer wurde vorläufig festgenommen. Die Polizei wirft ihm fahrlässige Tötung und fahrlässige schwere Körperverletzung vor.

Kritik an der Sicherheit der Doppeldecker 

Der Abgeordnete Lam Cheuk Ting von der Demokratischen Partei forderte die Regierung der Sonderverwaltungszone auf, die Sicherheit der Doppeldeckerbusse zu überprüfen. Er verwies auf mehrere Unfälle, bei denen das obere Deck abgerissen wurde und die Fahrgäste dadurch erheblichen Gefahren ausgesetzt gewesen seien.

Der öffentliche Nahverkehr der Millionenmetropole gilt als vergleichsweise sicher und effizient. Das bislang schlimmste Busunglück ereignete sich 2003. Damals stürzte ein Doppeldecker-Bus nach der Kollision mit einem Laster von einer Brücke. 21 Menschen starben. 

tön/rb (afp, dpa)

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