Schnurzpiepegal | Wort der Woche | DW | 08.01.2021
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Wort der Woche

Schnurzpiepegal

Ist jemandem etwas schnurzpiepegal, kann das eine gesunde Lebenseinstellung sein. Doch nicht alles sollte einem schnurzpiepegal sein.

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Schnurzpiepegal

Manche Dinge sind einem egal, andere sind einem schnurzegal, und wieder andere sind einem dann schnurzpiepegal. Diesen umgangssprachlichen Ausdruck hört man, wenn jemand ausdrücken will, dass ihm wirklich etwas völlig gleichgültig ist, ihn überhaupt nicht interessiert. Da man „egal“ aber nicht steigern kann, wurde eine kreative Lösung gefunden. Dabei wurden einfach zwei weitere Begriffe gefunden, „schnurz“ und „piep“, die im Prinzip dasselbe ausdrücken. Das Adjektiv „schnurz“ tauchte im 19. Jahrhundert in der Studentensprache auf. Nicht geklärt ist, in welchem Zusammenhang. „piep“ kommt vom niederdeutschen Wort „pīpen“ für „pfeifen“ und leitet sich von der Redewendung „auf etwas pfeifen“ ab. Damit wird ausgedrückt, dass einem etwas egal ist und man darauf verzichtet. So kann einem das Aussehen eines Freundes schnurzpiepegal sein, wenn er nett ist. Streiten sich die Nachbarn jeden Abend, kann einem das auch schnurzpiepegal sein. Geht es aber um wesentliche Dinge, sollte einem das nicht schnurzpiepegal sein. Stattdessen sollte es äußerst wichtig genommen werden.

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