San Francisco schaut sich St. Paulis Anti-Pinkel-Wände ab | Kultur | DW | 27.07.2015
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Kultur

San Francisco schaut sich St. Paulis Anti-Pinkel-Wände ab

Hamburgs Partyviertel hat schon seit Längerem mit Spezial-Lack den Wildpinklern den Kampf angesagt. Nun kann es einem auch in San Francisco passieren, dass Wände zurückpinkeln.

Viele Anwohner des Ausgehviertels in Hamburg waren den ständigen Geruch und die Verschmutzungen leid und kamen auf eine ausgefallene Idee, die jetzt auch in den USA Schule macht.

"Hier nicht pinkeln!" steht auf den Schildern, die die Interessengemeinschaft St. Pauli e.V. rund um die Reeperbahn angebracht hat. Wer die Botschaft dennoch ignoriert, wird umgehend bestraft. Denn einige Wände im Viertel mit einem wasserabweisenden Lack beschichtet. Die Folge: Der Urin prallt regelrecht ab und spritzt zurück auf die Füße des Verursachers.

Ob die Aktion Wildpinkler wirklich davon abhält, gegen Wände zu urinieren, ist nicht bewiesen. Doch das Video, das St. Pauli e.V. im März auf Youtube veröffentlichte wurde seitdem rund 4,5 Millionen Mal angeschaut. "Was zählt ist, dass viele Leute jetzt Bescheid wissen", sagt Julia Staron, die das Projekt mit initiiert hat. "Ich sehe oft Menschen, die die Schilder lesen und sagen: 'Stimmt, davon habe ich schon mal gehört."

Auch Mohammed Nuru hat sich das Youtube-Video angesehen. Er ist Direktor der Stadtwerke San Francisco und hat zehn Wände in der Stadt mit dem wasserabweisenden Lack streichen lassen. Die Stadt hatte 2002 ein Bußgeld in Höhe von 50 bis 100 US Dollar verhängt, doch die Strafe zeigte keine Wirkung. Nun sollen es die Anti-Pinkel-Wände richten. Zum Start der Aktion twitterte Nuru: "Mach einen Boxenstopp statt Wände, Bushaltestellen oder Bordsteine anzupickeln sonst gibt es eine böse Überraschung"

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