Südkorea und China bedauern Absage von Pompeo-Besuch in Nordkorea | Aktuell Welt | DW | 25.08.2018
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USA und Nordkorea

Südkorea und China bedauern Absage von Pompeo-Besuch in Nordkorea

Die Entscheidung von US-Präsident Trump, seinen Außenminister nun doch nicht nach Nordkorea zu schicken, kam überraschend. Nun gibt es erste besorgte Reaktionen aus der Region.

Südkorea hat die überraschende Absage der Nordkorea-Reise von US-Außenminister Mike Pompeo bedauert. Außenministerin Kang Kyung Wha habe in einem Telefonat mit Pompeo ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, teilte die Regierung in Seoul mit. Kang habe Pompeo gebeten, die Dynamik des Dialogs mit Nordkorea beizubehalten, um die Denuklearisierung und den Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu sichern.

Trump gibt China die Schuld

US-Präsident Donald Trump hatte den für kommende Woche geplanten Pompeo-Besuch in Nordkorea am Freitag abgesagt und mit fehlenden Fortschritten bei der atomaren Abrüstung begründet. Trump machte zum Teil China für den Stillstand verantwortlich, Nordkoreas wichtigsten wirtschaftlichen und diplomatischen Partner.

Trump erklärte weiter, er sei nicht überzeugt, dass China derzeit beim Prozess der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel so hilfreich sei wie früher. Das liege an der deutlich härteren Haltung der USA gegenüber China beim Handel. Daher halte er es für wahrscheinlich, dass Pompeo erst dann wieder nach Nordkorea reisen werde, wenn der Handelsstreit mit China beigelegt sei.

China reagiert

Das Außenministerium in Peking erklärte, es habe gegenüber US-Vertretern "tiefe Besorgnis" zum Ausdruck gebracht. Es erklärte, China werde auch künftig eine positive Rolle bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel spielen. China habe unermüdlich an einer Lösung im Konflikt um Nordkoreas Atomwaffenprogramm gearbeitet. 

In der Zwischenzeit, so schrieb Trump weiter auf Twitter, sende er Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un "herzliche Grüße und Hochachtung". "Ich freue mich darauf, ihn bald zu sehen!"

as/bru (rtr, ape)