Südkorea sucht den Dialog mit dem Nachbarn im Norden | Aktuell Welt | DW | 04.03.2018
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Korea-Konflikt

Südkorea sucht den Dialog mit dem Nachbarn im Norden

Bei den Olympischen Winterspielen hatte sich eine Entspannung im Verhältnis der beiden Korea-Staaten abgezeichnet. Nordkoreas Machthaber Kim zeigte Interesse an einem Dialog. Jetzt schickt der Süden Sondergesandte.

Kombobild Südkoreas Präsident schickt Sondergesandte nach Nordkorea (picture-alliance/dpa/YNA)

Südkoreas Sicherheitsberater Chung Eui Yong (l.) und Geheimdienstchef Su Hoon (r.) sind auf dem Weg in den Norden

Bei dem Besuch am Montag und Dienstag gehe es um eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen und auch um mögliche Gespräche zwischen Nordkorea und den USA. Ziel sei es, dem Atomstreit ein Ende zu setzen, teilte das südkoreanische Präsidialamt in Seoul mit.

Die USA sind eng eingebunden

Deshalb sollen die Sondergesandten nach Washington weiterreisen, um die US-Regierung über die Beratungen in Pjöngjang zu informieren. Angeführt wird die Delegation von zwei führenden Vertretern der südkoreanischen Sicherheitsbehörden: Dabei handelt es sich um den Chef des Geheimdienstes NIS, Suh Hoon, und den Sicherheitsberater von Präsident Moon Jae In, Chung Eui Yong.

Die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang im Februar hatten zu einer leichten Entspannung in den Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten geführt. Eine ranghohe Delegation aus dem Norden besuchte Südkorea und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un lud den südkoreanischen Präsidenten Moon zu einem Besuch ein.

Zur Eröffnungsfeier schickte er seine Schwester Kim Yo Jong, die die Einladung überbrachte. Moon will aber zumindest zunächst nicht persönlich nach Nordkorea reisen. Er schickt daher stattdessen die Sondergesandten.

Wieder scharfe Töne

In den vergangenen Tagen hatte sich der Ton in der Korea-Krise allerdings wieder verschärft, nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit über Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm weitere Strafmaßnahmen gegen das abgeschottete Land erließ und mit einer Eskalation des Konflikts drohte. Nordkorea warf daraufhin den USA vor, die Verbesserung der Beziehungen zu Südkorea untergraben zu wollen. Zudem drohte Nordkorea erst am Samstag den USA mit Gegenmaßnahmen. Hintergrund ist das angekündigte Frühjahrs-Manöver, das die USA mit den südkoreanischen Streitkräften gemeinsam durchführen will.

haz/fab (rtr, afp, dpa)

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