Südkorea hilft Nordkorea in Hungersnot | Aktuell Asien | DW | 19.06.2019
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Korea

Südkorea hilft Nordkorea in Hungersnot

Nach Dürren und Ernteausfällen sind mehr als zehn Millionen Nordkoreaner akut von Hunger bedroht. Südkorea hat dem Nachbarland Hilfen in Form von Reis und Geld zugesagt.

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Südkorea lässt Hilfsgüter in den Norden schicken

Nach Warnungen internationaler Hilfsorganisationen vor einer neuen Hungersnot in Nordkorea hat die Regierung in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul dem Welternährungsprogramm (WFP) 50.000 Tonnen Reis und mehr als vier Millionen Euro zugesagt. Dies erklärte WFP-Sprecher Hervé Verhoosel in Genf.

Mit der größten Spende seit mehr als zehn Jahren sollen bis zu zwei Millionen Kinder, Schwangere und stillende Mütter versorgt werden. Es werde allerdings dringend weitere Hilfe benötigt, sagte Verhoosel.

Zwei von fünf Menschen unterernährt

Nach schweren Dürren und den geringsten Ernten seit einem Jahrzehnt werden Nahrungsmittel im Wert von mindestens 245 Millionen Euro gebraucht, um mehr als zehn Millionen von Hunger bedrohten Nordkoreaner zu versorgen.

Entscheidend sei schnelle Hilfe, so das WFP. Die staatlichen Tagesrationen liegen demnach bei 300 Gramm pro Person, so niedrig wie noch nie. Ein Problem sei auch der Mangel an Proteinen. In vielen Familien kämen selbst Eier nur wenige Male im Jahr auf den Tisch. In Nordkorea sind dem WFP zufolge mehr als zwei von fünf Bewohnern chronisch unterernährt.

jv/stu (dpa, rtr, epd, ap)

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