Südafrika - Zeitenwende am Kap | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 17.07.2018
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Nahaufnahme

Südafrika - Zeitenwende am Kap

Noch nie war Südafrika so weit entfernt, eine Regenbogennation zu sein wie heute. Extremisten vergiften das gesellschaftliche Klima, es gibt nur noch eine Handvoll Anti-Apartheid-Kämpfer aus der ersten Reihe. Ein Land, das vor dem Abgrund steht.

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Nach dem Tod von Winnie Madikizela-Mandela Anfang April gibt es nur noch eine Handvoll überlebender Anti-Apartheid-Kämpfer aus der ersten Reihe. Der frühere Staatschef Jacob Zuma steht wegen Korruption vor Gericht. Er und seine Clique haben sich in beispielloser Weise in den vergangenen Jahren bereichert. Junge Politiker, die nicht länger auf die Umverteilung des Besitzes warten wollen, stellen radikale Forderungen. So sollen jetzt weiße Farmer ohne Entschädigung enteignet werden. Cyril Ramaphosa, der neue Staatspräsident, ließ verlauten, das könne er sich auch vorstellen. Gleichzeitig scheint er die südafrikanische Politik wieder professioneller gestalten zu wollen. Schwarze wie weiße Südafrikaner glauben aber, dass ihr Verhältnis so schlecht wie noch nie seit dem Ende der Apartheid ist. Nur unter Nelson Mandela, der am 18. Juli 100 Jahre alt geworden wäre, habe es ansatzweise eine Regenbogennation gegeben. Der "Film zeichnet das Bild eines Landes, das nach 1994 der große Hoffnungsträger eines ganzen Kontinents war und jetzt an seinen Konflikten und Widersprüchen zu zerbrechen droht.