Süd- und Nordkorea öffnen gemeinsames Verbindungsbüro | Aktuell Asien | DW | 12.09.2018
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Koreanische Halbinsel

Süd- und Nordkorea öffnen gemeinsames Verbindungsbüro

Die beiden koreanischen Staaten gehen weiter aufeinander zu: Noch in dieser Woche wollen sie ein gemeinsames Verbindungsbüro nahe der Grenze öffnen. Unterdessen formulierte Russland Forderungen für den Friedensprozess.

Treffen Regierungschefs Süd- und Nordkorea (Reuters/Presidential Blue House)

Moon Jae In und Kim Jon Un bei ihrem zweiten Treffen im Mai

Das Verbindungsbüro soll seine Arbeit im nordkoreanischen Kaesong aufnehmen. Es liegt im früheren gemeinsamen Industriepark der Stadt, der 2016 aufgrund zunehmender Spannungen im Atomstreit geschlossen wurde. Bis zu 20 Beamte von jeder Seite sollen nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums dort präsent sein.

Das Büro solle einen "rund um die Uhr" aktiven Kommunikationskanal schaffen, um das Verhältnis zwischen den beiden Staaten zu verbessern, militärische Spannungen abzubauen und die Verbindungen zwischen Pjöngjang und den USA zu fördern, erklärte das Ministerium. Auch der zivile Austausch solle gestärkt werden.

Die Öffnung erfolgt wenige Tage vor dem dritten Gipfeltreffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in diesem Jahr. Moon reist dazu am nächsten Dienstag nach Pjöngjang. Das Verbindungsbüro ist Teil der Vereinbarungen, die beide im April getroffen hatten. 

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Korea: Wachsende Hoffnung in einem geteilten Land

Nordkoreas Denuklearisierung nur vage beschlossen

Damals waren die Staatschefs von Nord- und Südkorea das erste Mal zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen. Das Treffen in Panmunjom hatte dem Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in Singapur im Juni den Weg gebahnt. Im Mai kamen Moon und Kim dann überraschend ein weiteres Mal zusammen.

Bei seinem Treffen mit Moon im April und mit US-Präsident Donald Trump in Singapur hatte Kim seine Bereitschaft zur atomaren Abrüstung bekräftigt. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden allerdings nicht vereinbart.

Im Gegenzug für die von Pjöngjang in Aussicht gestellte Denuklearisierung verlangte Russland nun Sicherheitsgarantien für Nordkorea. Diese seien Nordkorea versprochen worden, nun warte das Land "auf ein Signal", sagte Präsident Wladimir Putin bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Es sei kontraproduktiv, "wenn wir von der nordkoreanischen Seite alles verlangen und ihnen als Antwort nichts geben".

ie/ww (afp, dpa)

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