Russischer Oppositioneller Nawalny nach 30 Tagen frei | Aktuell Europa | DW | 14.06.2018
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Menschenrechte

Russischer Oppositioneller Nawalny nach 30 Tagen frei

Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft ist der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny aus der Haft entlassen worden. Er war wegen einer Demonstration gegen Russlands Präsident Putin verurteilt worden.

Nach 30 Tagen Arrest ist der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny freigelassen worden. Das berichtete der Radiosender Echo Moskwy. Er sei wieder auf freiem Fuß, bestätigte Nawalny im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der wichtigste Oppositionsführer kam damit wenige Stunden vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft frei, die am Nachmittag in Moskau eröffnet wird.

Nawalny und seine Anhänger hatten am 5. Mai in vielen russischen Städten gegen Präsident Wladimir Putin demonstriert, wobei die Polizei etwa 1600 Menschen festnahm und in Moskau und St. Petersburg mit Gewalt vorging. Nawalny wurde am 15. Mai wegen Aufruf zu einer illegalen Kundgebung verurteilt. Die Moskauer Behörden hatten die von ihm angemeldete Route des Demonstrationszuges abgelehnt. 

Festnahme Nawalnys am 5. Mai (Getty Images/AFP/K. Kudryavtsev)

Festnahme Nawalnys am 5. Mai

Nawalny kritisierte dies damals scharf. Er sei Bürger Russlands, und es gebe keinerlei Verbot für ihn, Kundgebungen zu organisieren, sagte er. Nawalnys Anwalt sprach von einem politisch motivierten Urteil.

Nawalny hatte kurz vor der Vereidigung von Präsident Wladimir Putin zu seiner vierten Amtszeit am 7. Mai zu den Protesten aufgerufen. Putin hatte die Präsidentenwahl im März mit mehr als 76 Prozent der Stimmen klar gewonnen - auch deshalb, weil sein Hauptwidersacher Nawalny von der Wahl ausgeschlossen war. Die russische Justiz ging in den vergangenen Jahren immer wieder gegen den Oppositionsführer vor. 

stu/jv (dpa, afp)
 

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