Russische Journalisten in Afrika getötet | Aktuell Afrika | DW | 01.08.2018
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Investigative Recherchen

Russische Journalisten in Afrika getötet

Während einer Recherche zu russischen Söldnern sind in der Zentralafrikanischen Republik drei Moskauer Journalisten umgebracht worden. Sie waren für ein Projekt des Kreml-Kritikers Michail Chodorkowski unterwegs.

Moskau Trauer um getötete Journalisten (picture-alliance/dpa/S. Savostyanov)

Trauer in Moskau um die ermordeten Journalisten

Die Reporter seien für ein Investigativprojekt des Kreml-Kritikers Michail Chodorkowski in der Zentralafrikanischen Republik unterwegs gewesen, teilte dieser mit. Sie hätten über die Aktivitäten einer russischen Söldnertruppe in dem Land recherchiert.

Russland setzt vielen Belegen zufolge - vor allem in Syrien - neben regulären Soldaten auch Söldner einer Privattruppe ein. Die bezahlten Kämpfer gehören nicht zur Armee, sondern werden Medienberichten zufolge privat finanziert. In der Zentralafrikanischen Republik war 2013 ein Bürgerkrieg ausgebrochen, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Erst in Folge einer französischen Militärintervention und später der UN-Friedensmission stabilisierte sich die Lage.

Laut Moskau kein Journalistenvisum

Das russische Außenministerium bestätigte die Identität der drei Todesopfer. Die Männer seien jedoch nicht mit einem Journalistenvisum eingereist, sondern als Touristen. Sie hätten lediglich abgelaufene Bescheinigungen russischer Redaktionen mit sich geführt. Der Informationsminister der Zentralafrikanischen Republik, Ange Maxime Kazagui, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Männer seien von einer Gruppe Bewaffneter umgebracht worden. Die Leichen wurden nahe der Stadt Dékoa etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangui gefunden. Details waren zunächst nicht bekannt. 

wo/hk (dpa, ap)

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