Ronaldo rettet Real | Sport | DW | 11.04.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball Champions League

Ronaldo rettet Real

Ein Drama, bei dem sich die Charaktere während des Auftritts entwickeln. Am Ende lässt sich Ronaldo aber nicht die Show stehlen, wartet damit jedoch bis zur Nachspielzeit. Juves Buffon muss erneut den Verlierer mimen.

Real Madrid hat eine historische Schmach erst in siebten Minute der Nachspielzeit verhindert: Dank eines Elfmeter-Tores von Cristiano Ronaldo retteten die Königlichen das 1:3 gegen Juventus Turin und damit den achten Einzug in das Halbfinale der Champions League in Serie. Vor allem Juve-Stürmer Mario Mandzukic hatte Real lange zittern lassen. Der frühere Angreifer von Bayern München und dem VfL Wolfsburg brachte Juventus Turin im Rückspiel gegen den Top-Favoriten mit seinen beiden Kopfball-Treffern in der 2. und 37. Minute ins Wanken, nachdem die "Königlichen" schon nach dem 3:0 im Hinspiel wie der sichere Halbfinalist aussahen. 

Als in der 61. Minute Real-Keeper Keylor Navas einen Ball durch die Arme rutschen ließ und Blaise Matuidi zum 3:0 für Juve einschoss, verstanden die Zuschauer im Estadio Benabeu die Welt nicht mehr. Erst Ronaldo erlöste die Fans dann in letzter Sekunde mit seinem 120. Tor in der Champions League, wobei der Elfmeter, den Benatia an Vazquez verursacht hatte, nicht unumstritten war.  Das Team von Weltmeister Toni Kroos wirkte in der Neuauflage des letztjährigen Champions-League-Finals bei weitem nicht so souverän wie im Hinspiel, als Superstar Ronaldo mit seinem Traum-Fallrückzieher und einem weiteren Treffer das Tor zur Runde der letzten Vier aufgestoßen hatte. Doch in seinem 150. Spiel in der Königsklasse blieb der Weltfußball über weite Strecken blass, ehe er am Ende wieder als Held gefeiert werden konnte. 

Doppelpack Mandzukic

Schon in der zweiten Minute ließ schockte der Kroate Mandzukic die 80 000 Zuschauer im Estadio Bernabeu, als er beim ersten Angriff der Gäste in der 2. Minute eine Flanke von Sami Khedira zur  1:0-Führung verwertete. Nach weiteren Chancen des mutig aufspielenden italienischen Rekordmeisters, überwand Mandzukic den Real-Keeper Keylor Navas zum zweiten Mal, wobei schon dieser Kopfball nicht unhaltbar schien. 

Champions League Real Madrid vs Juventus Turin (Reuters/Stringer)

Es soll nicht sein: Buffon (l.) und die Champions League

Vor dem Match, das von vielen Fans angesichts des klaren Hinspielergebnisses als Formsache gesehen wurde, hatte Weltfußballer Ronaldo gewarnt. "Wir dürfen Juventus nicht unterschätzen, sie haben fantastische Spieler", sagte er vor dem Match, und er sollte recht behalten. Trotz der starken Leistung gelang es Juventus um Weltmeister Sami Khedira nicht, erstmals in der Geschichte der Königsklasse ein Heim-0:3 aus noch auszubügeln. "Wir brauchen nicht über ein Wunder zu sprechen", wollte Juve-Trainer Massimiliano Allegri schon vor der Partie keine Illusionen verbreiten.

Im Spiel erwies sich diese Aussage eher als Understatement. Und das nicht zuletzt wegen des zuletzt monatelang erfolglosen Mario Mandzukic, der nach der Gelb-Roten Karte für Paulo Dybala in die Stammformation gerückt war. Für den 40 Jahre alten Torhüter Gianluigi Buffon, dessen Fortsetzung der Karriere noch offen ist, könnte es das letzte Spiel in der Eliteliga des europäischen Fußballs gewesen sein. Wegen Schiedsrichterbeleidigung sah der Keeper vor dem Elfmeter noch die Rote Karte.

sw/dvo (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt