Roboter Fedor auf ISS angekommen | Aktuell Welt | DW | 27.08.2019
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Raumfahrt

Roboter Fedor auf ISS angekommen

Beim zweiten Versuch hat es geklappt: Nach dem missglückten Manöver vom Samstag ist das Andocken einer russischen Sojus-Kapsel an die ISS gelungen. Damit steht den Weltraumtests mit dem Roboter Fedor nichts mehr im Wege.

Kasachstan Roboter FEDOR mit unbemannter Kapsel zur ISS (picture-alliance/dpa/AP/Roscosmos)

Die internationale Besatzung der ISS bekommt ein neues Mitglied: Fedor

Das Andockmanöver an die Internationale Raumstation ISS sei erfolgreich verlaufen, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit. Neben dem humanoiden Roboter Fedor hat die russische Sojus-Rakete auch Nahrungsmittel und Medikamente für die Besatzung dabei.

Wasserflaschenkappen und Weltraumspaziergänge

Auf der ISS soll Fedor zehn Tage lang lernen, wie er die Astronauten - drei Amerikaner, zwei Russen und einen Italiener - unterstützen kann. Der 1,80 Meter große und 160 Kilogramm schwere Roboter mit der Typnummer Skybot F850 ahmt Bewegungen nach und lernt auf diese Weise menschliche Handlungsabläufe. So kann er etwa eine Wasserflasche öffnen.

Unter der Anleitung des russischen Kosmonauten Alexander Skwortsow soll Fedor lernen, derartige Aufgaben auch bei der dortigen geringen Erdanziehungskraft zu erfüllen. Langfristig soll er gefährliche Aufgaben wie Weltraumspaziergänge übernehmen. Über die Fortschritte des Roboters informiert ein eigener Twitter-Account.

Kasachstan Start einer Sojus Rakete in Baikonur (Reuters/Roscosmos)

Die Sojus-Raumfähre war am 22. August in Kasachstan gestartet

Fedor ist nicht der erste Roboter im All. Im Jahr 2011 brachte die NASA den Robonaut 2 in den Weltraum, der 2018 wegen technischer Probleme ausgemustert werden musste. 2013 brachte Japan einen kleinen Roboter zur ISS, der sprechen konnte - allerdings nur Japanisch.

Manöver scheiterte an technischem Problem

Das erste Andockmanöver der Sojus-Kapsel war am Samstag rund 400 Kilometer über der Erde wegen eines technischen Problems abgebrochen worden. Die Raumfahrer am Außenposten der Menschheit sollen nicht in Gefahr gewesen sein. Die Trägerrakete war am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

Dass die russische Raumfahrtindustrie von ihren Glanzzeiten in der Sowjetära weit entfernt ist, zeigt nicht nur die Panne vom Samstag. Im vergangenen Oktober musste eine bemannte Sojus-Rakete auf dem Weg zur ISS wegen technischer Probleme kurz nach dem Start notlanden. Der US-Astronaut Nick Hague und sein russischer Kollege Alexej Owtschinin blieben unverletzt.

hk/kle (dpa, afp)

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