Reporter - Obdachlos in Kalifornien | Reporter - Vor Ort | DW | 18.02.2018
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Reporter - Obdachlos in Kalifornien

Hunderttausende Menschen in den USA sind obdachlos, ihre Zahl steigt, auch in Kalifornien. Dabei boomt die Wirtschaft. Doch zehntausenden Menschen hier nützt das nichts, sie leben auf der Straße - auch Michael J. Diehl.

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Michael J. Diehl lebt seit vier Jahren in einem Zelt im kalifornischen Orange County. Eine Wohnung hat er schon lange nicht mehr, dafür eine Gitarre und einen Hund. Michael J. Diehl, MJ genannt, ist obdachlos. In seinem früheren Leben hatte er als Tiefseetaucher im Golf von Mexiko an Bohrinseln und Pipelines gearbeitet und tausende Dollar verdient.
Das alles änderte sich aber, als er 2009 Opfer eines Gewaltverbrechens wurde: Ein Mann schoss ihm in den Kopf. Die Kugel steckt noch heute in MJs Kopf. Der gebürtige Texaner kämpfte sich zurück ins Leben, verlor aber seine Gesundheit, seine Arbeit, sein Haus, seine Familie. Unter den Obdachlosen am Fluss Santa Ana fand er eine neue Familie. Statt in Innenstädten auf Gehwegen oder in Parks zu campen, haben sie ihre Zelte am Ufer des ausgetrockneten Flussbettes aufgestellt.
Doch dieser Gemeinschaft droht das Aus. Der Bezirk will die Zelte entfernen lassen. Viele Obdachlose - darunter MJ -, die in der Vergangenheit immer wieder von anderen Orten vertrieben wurden, wollen das nicht hinnehmen.