Reporter - Kindheit im Knast | Reporter - Vor Ort | DW | 06.01.2019
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Reporter - Kindheit im Knast

Der zweijährige Miraz lebt mit seiner Mutter in einem türkischen Gefängnis. Inhaftiert wurde sie aus politischen Gründen. An den Wochenenden versucht sein Vater, Miraz ein normales Leben in Freiheit zu ermöglichen.

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In der Türkei würden in den vergangenen zwei Jahren mehr als 160.000 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen sind darunter auch knapp 700 Kleinkinder mit ihren Müttern. Eines dieser Kinder ist der zweijährige Miraz. Seine Mutter, eine kurdische Aktivistin, wurde zu vier Jahren Gefängnis wegen so genannter Terrorpropaganda verurteilt. Nur an den Wochenenden holt ihn sein Vater hinaus in die Freiheit. Erfahrungen anderer Eltern zeigen: Die Haft geht nicht spurlos an den Kindern vorüber. Selbst Jahre später sind sie schreckhaft, entwickeln sich langsamer, werden von Ängsten gepeinigt. Regierungsanhänger wiederum streuen Verschwörungstheorien: Die Mütter hätten sich absichtlich in diese Situation gebracht, um mit dem Leid der Kinder gegen Erdogan Stimmung zu machen. Eine Reportage von Gunnar Köhne.