Regierung verfügt Fracking-Stopp in Großbritannien | Aktuell Europa | DW | 02.11.2019
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Umwelt

Regierung verfügt Fracking-Stopp in Großbritannien

Die umstrittene Öl- und Gasfördertechnik Fracking wird in Großbritannien gestoppt. Die Regierung in London kündigte ein unmittelbares Moratorium an. Sie begründete dies mit dem Risiko von Erdstößen infolge des Frackings.

Bislang hatte die Regierung von Premierminister Boris Johnson Unterstützung für die Schiefergasindustrie signalisiert. Das Land will seine Abhängigkeit von Erdgasimporten verringern. Doch nun teilte das Wirtschafts- und Energieministerium mit, die Arbeiten zur Erforschung der Schiefergasförderung seien eingestellt worden. Die Unterbrechung gelte so lange, bis die Möglichkeit einer sicheren Fortführung klar erwiesen sei.

Die Entscheidung kommt nach einem Behördenbericht über einem Zwischenfall auf dem Gelände des Energieunternehmens Cuadrilla im Norden Englands. Dort wurden Häuser im August von Erdstößen erschüttert. Das Fracking war in England erst im vergangenen Jahr wiederaufgenommen worden. Zuvor hatte es bereits ein siebenjähriges Moratorium gegeben.

Umweltschützer begrüßen Fracking-Stopp

Umweltschützer und die Opposition in Großbritannien haben das Aus für die umstrittene Fracking-Technik zur Gasproduktion im Land begrüßt. Die Klimaschutzorganisation "350.org" sprach von einem der größten Siege, den die Klimabewegung je gesehen habe. Die Umweltorganisation Greenpeace forderte, den Ausbau erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne zu beschleunigen.

Beim Fracking wird Öl oder Gas mit Hilfe von Wasser und Chemikalien aus Gesteinsschichten gepresst. Die Methode stößt auf erbitterten Widerstand von Klimaaktivisten und Umweltschützern.

hf/as (rtr, dpa)

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