Razzia gegen IS im türkischen Kurdengebiet | Aktuell Europa | DW | 26.10.2015
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Aktuell Europa

Razzia gegen IS im türkischen Kurdengebiet

Nach dem Anschlag in Ankara vor gut zwei Wochen geht die Polizei verstärkt in Diyarbakir gegen mutmaßliche IS-Terroristen vor. Jetzt kam es dort zu einem Feuergefecht und Explosionen. Mehrere Menschen wurden getötet.

Anti-Terror-Operation vom 13. Oktober in Diyarbakir (Foto: picture-alliance)

Anti-Terror-Operation in Diyarbakir

Türkische Sondereinheiten durchsuchten ein verdächtiges Haus in der zumeist von Kurden bewohnten Millionenstadt Diyarbakir im Südosten des Landes. Die Sicherheitskräfte vermuten in der Stadt eine Zelle der Dschihadisten "Islamischer Staat" (IS).

Zwei Polizisten und sieben Verdächtige getötet

Bei der Razzia im Bezirk Kayapinar kam es zu einem Feuergefecht, wie türkische Medien berichten. Sieben mutmaßliche IS-Terroristen wurden demnach erschossen. Außerdem wurden zwei Polizisten getötet und vier weitere verletzt, als die Verdächtigen einen Sprengsatz zündeten, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldet. Die Gefechte sollen andauern.

Die Polizei vermutet in Diyarbakir eine IS-Zelle (Archivfoto: picture-alliance)

Die Polizei vermutet in Diyarbakir eine IS-Zelle

Am 10. Oktober waren bei dem Doppel-Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Ankara mehr als 100 Menschen getötet worden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan machte kürzlich den IS, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK, die syrische Kurdenmilz PYD sowie den syrischen Geheimdienst für das Blutbad verantwortlich.

Auch hinter den Anschlägen in Diyarbakir und in der Stadt Suruc an der syrischen Grenze, bei denen im Juni und im Juli insgesamt fast 40 Menschen umkamen, sollen IS-Terroristen stecken. Nach Erkenntnissen der Ermittler waren die Täter in allen Fällen türkische Staatsbürger, die Mitglieder einer IS-Zelle aus dem Osten des Landes sein sollen.

Türkische Medien berichteten am Wochenende, die Polizei suche nach vier mutmaßlichen IS-Aktivisten, darunter eine deutsche Staatsbürgerin. Sie seien von Syrien in die Türkei eingereist, um weitere Anschläge zu verüben.

se/sti (rtr, ape, afp, dpa)

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